Räume in der ehemaligen Sekundarschule können Mitte bis Ende dieses Monats genutzt werden

Kita und Hort unter einem Dach

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Unter einem Dach werden künftig die Fünf- bis Sechsjährigen der Groß Garzer Kita sowie die Hortkinder in Räumen der einstigen Sekundarschule spielen und lernen. Hausmeister Bernd Müller ist derzeit noch mit Restarbeiten beschäftigt.

Groß Garz. Es ist im hiesigen Landkreis Stendal noch eher eine Seltenheit, dass Kindergarten- und Hortkinder unter einem Dach betreut werden. Diesen Schritt geht nun die Verbandsgemeinde Seehausen mit der Groß Garzer Kita „Schwalbennest“ und dem dort angegliederten Hort.

Mit dem Vorliegen der Betriebserlaubnis soll es Mitte oder Ende dieses Monats losgehen. „Wir sind auf der Zielgeraden“, sagt Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth. 

Viel sei in den vergangenen Wochen und Monaten in verschiedenen Räumen der einstigen Sekundarschule passiert. Malerarbeiten hielten dort ebenso Einkehr, wie auch die Gestaltung von sanitären Anlagen und die Ausweisung eines Fluchtweges. Kinder und Erzieherinnen können sich auf freundliche Räume und hervorragende Arbeitsbedingungen freuen. Noch stünden laut Verwaltungschef verschiedene Restarbeiten an. Die kleineren Kinder werden nach wie vor im „Schwalbennest“ betreut. Die Fünf- bis Sechsjährigen, sozusagen die Abc-Schützen in spe, sind dann in diesem Monat einige Meter weiter in der einstigen Sekundarschule mit den Hortkindern untergebracht, die dort schon länger ihr Domizil haben.

Für den neu beschrittenen Weg wurde ein umfangreiches Konzept erarbeitet. Kita- und Hortleiterin Ortrud Stappenbeck ist vom pädagogischen Erfolg überzeugt. Aufgrund der Nähe zur Grundschule, die an Kita und Hort nahtlos anschließt, gebe es eine intensive Zusammenarbeit mit beiden Bildungsstätten. Es sei eine Vorbereitung auf den Übergang von der Kita zur Schule gegeben. Einrichtungsleiterin Stappenbeck fügt hinzu: „Unsere Kinder profitieren vom gemeinsamen Leben, Arbeiten und Spielen unter einem Dach. Somit sind ihnen Räume und Abläufe bereits vor Schulbeginn bekannt und vertraut. Wir sehen in der Veränderung und dem gemeinsamen Leben von Kita- und Hortkindern unter einem Dach mehr Erfahrungs- und Möglichkeitsräume für alle Mädchen und Jungen. Sie werden mit Situationen, Themen und Gegenständen konfrontiert, denen sie in Regelgruppen nicht begegnen würden.“ Aufgrund der positiv verlaufenden demografischen Entwicklung in der Gemeinde Zehrental, zu der Groß Garz gehört, und darüber hinaus machte sich der Schritt zur Erweiterung von Kita und Hort einfach erforderlich. Das „Schwalbennest“ stieß an seine Kapazitätsgrenzen.

Von Thomas Westermann

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