Fachwerke sollen Stürmen standhalten / Bretter als vorläufige Lösung wegen Geldmangels

Kirchturm wird statisch gesichert

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Dieser Anblick bietet sich auch den Radtouristen, die auf dem Elberadweg von „Anne Elbe“ kommen. Die „Verbretterung“ ist eine vorläufige Lösung, weil die Fachwerksanierung zu teuer wäre.

ws Wahrenberg. Dem aufmerksamen Beobachter, auch vom Elberadweg aus, dürfte es nicht entgangen sein: Die Wahrenberger Dorfkirche ist seit etwa drei Monaten komplett eingerüstet.

Dicht am Elbdeich gelegen, entstand der erste Kirchenbau in der Frühgotik des 13. Jahrhunderts. In der Zeit des 18. Jahrhunderts erfolgten umfangreiche Umbauarbeiten, die bis heute die Gebäudeform prägen. 1982 sind der zweigeschossige Fachwerkturm mit Wetterfahne und das Turmdach repariert worden.

Das Innere der Kirche ist schlicht gehalten. Auffällig sind der hölzerne Kanzelaltar aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und die hufeisenförmige Empore. 1995 wurde ein elektrisches Läutewerk installiert. Damit entfiel die manuelle und zeitraubende Arbeit des Glockenläutens.

Drei Jahre später machten sich Mennoniten aus Kasachstan an die Arbeit, um die Kirche im Inneren malermäßig instandzusetzen.

Die neueren Daten gaben die beiden Gemeindekirchenratsmitglieder Irmgard Lüdecke und Ingetraut Kloth im Beisein des neuen Pfarrers Christian Buro nach dem letzten Gottesdienst in der Wahrenberger Kirche.

Die jetzigen Arbeiten an dem Gotteshaus haben ein geplantes Volumen von 190 000 Euro, wobei im Laufe der Bauarbeiten immer wieder neue Schadstellen entdeckt werden. Eine Aufstockung ist in den meisten Fällen unumgänglich. Die aufzubringende Summe wird vom Amt für Landwirtschaft, von der Landeskirche, vom Kirchenkreis Stendal und von der Kirchengemeinde getragen.

Ziel der Bauarbeiten ist es, den Turm statisch zu sichern. Besonders die Fachwerke im Turm sind gegen Sturm zu sichern. Als vorläufige Lösung ist eine sogenannte Verbretterung (Einhausung) vorgesehen. Eine Sanierung des Fachwerkes würde den Kostenrahmen sprengen.

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