Seehäuser Zvoristea-Rumänienhelfer ziehen Bilanz

500 Kinder und 300 Familien versorgt

Irmgard Speck und ihre Tochter Claudia Krogmeier engagieren sich für die Rumänienhilfe. Als kleines Dankeschön dafür bekamen sie handbemalte Ostereier aus dem Karpatenstaat. Foto: Westermann

Seehausen. Irmgard Speck hat sich 20 Jahre lang in Seehausen um die Rumänienhilfe Zvoristea gekümmert – in den Anfängen noch als Leiterin der Stadtinformation, im Ruhestand engagierte sie sich weiter.

Vor etwa anderthalb Jahren legte sie die Spendensammlungsaktion in jüngere Hände – und zwar in die ihrer Tochter Claudia Krogmeier. Letztere organisierte im vergangenen September die Hilfsaktion erstmalig. Mutter Irmgard kann in ihrem Tatendrang allerdings noch nicht so richtig loslassen und unterstützte bei der Sammlung. Die fand aber nicht wie sonst im Raum der Jugendfeuerwehr statt, sondern im Wiegehaus auf dem Gelände der Brandbekämpfer. Grund für das veränderte Domizil war die DRK-Blutspende, die den Raum des Wehrnachwuchses benötigte.

„Wir fühlten uns dort wie in Rumänien“, sagt Irmgard Speck angesichts der nicht gerade optimalen Bedingungen in dem Gebäude. Der Spendenbereitschaft tat das jedoch keinen Abbruch. „Wir hatten 16 Brotpatenschaften, so viele wie noch nie“, freut sich die Seehäuserin. Und Tochter Claudia ergänzt: „Auch die Pakete mit diversen Lebensmitteln waren mit viele Liebe und mit Herz gemacht.“ Erstmalig sammelten die Frauen nicht nur für die Zvoristea-Region, sondern auch für ein Kloster in dem Karpatenstaat. Zu letzterem unterhält Rumänienhelferin Jeanette Preuß aus Heiligenfelde seit etlichen Jahren gute Kontakte und bringt dorthin die deutschen Hilfsgüter. Neben vielen privaten Spendern beteilige sich seit einigen Jahren auch das DRK-Altenpflegeheim Seehausen immer an der alljährlichen Sammlung im Herbst mit Inkontinenzartikeln und Pflegemitteln, freut sich Irmgard Speck. Zudem habe Geschäftsinhaberin Petra Much viele Schulsachen gesponsert.

Dass alle Spenden ihren Zielort erreicht haben, davon kündet ein Schreiben der rumänischen Dolmetscherin, das Irmgard Speck und Claudia Krogmeier jüngst erhalten haben und in dem allen Unterstützern in der nördlichen Altmark Dank gesagt wird. Darin heißt es unter anderem: „Mit den gespendeten Süßigkeiten und den Schulsachen konnte 500 Kindern eine Freude gemacht werden. Insgesamt 300 Familien wurden mit den Hilfsgütern versorgt.“

Die Ärmsten der Armen in dem südosteuropäischen Land sind weiter auf Hilfe angewiesen. Irmgard Speck und Claudia Krogmeier werden im Oktober dieses Jahres erneut zur Spendensammlung aufrufen, dann allerdings nur für Zvoristea. Das Kloster bleibt dann außen vor.

Von Thomas Westermann

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