Wahrenberger Werner Mohr bilanziert Storchenjahr 2017

Elf junge Adebare stehen vor Abflug

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Die Adebare im Storchendorf Wahrenberg bereiten sich derzeit für den Abflug in wärmere Gefilde vor. Elf Rotschnäbel wurden laut Werner Mohr in diesem Jahr großgezogen.

Wahrenberg. Die Adebare im Storchendorf Wahrenberg bereiten sich derzeit auf die lange Reise in Richtung Süden vor. „Sie sammeln sich“, sagt Werner Mohr, sozusagen der „Storchenvater“ des Elbedorfes, im AZ-Gespräch.

Von den über 20 Horsten waren in diesem Jahr 19 belegt. 19 Paare haben auch im Frühjahr Einzug in Wahrenberg gehalten. 13 davon haben gebrütet und elf Jungstörche großgezogen, bilanziert Mohr. Im Vergleich zu 2016: Damals machten sich 38 junge Adebare in die südlichen Gefilde auf. Aufgrund der Unwetter im Sommer gab es beim Nachwuchs der Rotschnäbel starke Verluste. 25 haben Sturm, Regen und Kälte nicht überlebt. Mohr findet dennoch, dass es kein schlechtes Jahr war. Es sei ein sehr guter Durchschnitt. Aufgrund der Wetterkapriolen gab es auch anderenorts Probleme. Der Wahrenberger nennt als Beispiele Rühstädt in der Prignitz als das storchenreichste Dorf Deutschlands und auch das altmärkische Werben. Aufgrund der relativ großen Schlüpfspanne – die ersten sind Anfang Mai aus den Eiern gekrochen, die letzten Ende Mai – werden die Abflüge unterschiedlich sein. Mohr nennt als Zeitraum Ende August bis Anfang September.

Der Wahrenberger sieht zudem Handlungsbedarf bei einigen Horsten, die sich zu nah an den Stromleitungen befinden. Doch das zuständige Unternehmen werde nur dann reagieren, wenn die Stromversorgung gefährdet sei, so der „Storchenvater“.

Von Thomas Westermann

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