Erste Schnellladestation im Landkreis Stendal in Betrieb

Jede Menge „Saft“ für Elektroautos

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Die erste Gleichstromtankstelle, sprich Schnellladestation, im Landkreis Stendal nahmen Markus Goltz und Frank Lässig (r.) an der B 189 in Geestgottberg in Betrieb.

Geestgottberg. Elektromobilisten, die auf der B 189 beispielsweise von Magdeburg zur Ostsee und zurück fahren möchten, haben es mit dem Aufladen ihrer Auto-Akkus schwer. Gleichstromtankstellen, sprich Schnellladestationen, sind Mangelware.

Die erste im Landkreis Stendal ging kürzlich in Betrieb. Unternehmer Markus Goltz stemmte die circa 38 000 Euro teure Investition auf seinem Firmengelände, Märsche 2, in Geestgottberg mit Hilfe des Landes Sachsen-Anhalt und insbesondere der Investitionsbank des Landes. Kurz vor der Elbbrücke in Richtung Wittenberge können die Fahrer der umweltfreundlichen Autos Energie für ihre Fahrzeuge „nachtanken“.

Der Ladevorgang dauere etwa eine halbe Stunde. In dieser Zeit können sich die Elektromobilisten auf dem Ausstellungsgelände des Unternehmens umschauen oder einen erholsamen Spaziergang an der Elbe vornehmen, meint Frank Lässig. Der Magdeburger fährt selbst ein Elektroauto und macht sich in Sachsen-Anhalt für weitere Schnellladestationen stark. „Zwischen dem Magdeburger August-Bebel-Damm und der Geestgottberger Märsche entlang der B 189 gebe es bisher keine. Der Diplom-Ingenieur aus der Landeshauptstadt führte für den Ausbau weiterer Gleichstromtankstellen Gespräche mit Kommunalpolitikern und Unternehmern in Wittenberge und Seehausen. „Im Umgang mit der öffentlichen Hand muss man einen langen Atem haben“, meinte Lässig gegenüber der AZ.

Dennoch: Die Seehäuser Volksvertreter stehen der Idee für eine Schnellladestation offen gegenüber. Auf der jüngsten Stadtratssitzung am Donnerstagabend kam das Thema zur Sprache. Ein Geldinstitut und ein Energieunternehmen sollen dafür mit ins Boot geholt werden. Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth, der bei der Versammlung zugegen war, kann sich mit dem Ansinnen anfreunden. Angesichts der stark frequentierten B 189 und der B 190 direkt bei Seehausen könnte die Hansestadt davon profitieren. Und später dann von der A 14 und der B 190n. Seehausens Bürgermeister Detlef Neumann kann dem nur beipflichten. „Während die Akkus aufgeladen werden, können die Elektromobilisten einkaufen, Kaffee trinken oder etwas essen. Davon profitiert dann die heimische Wirtschaft.“

Von Thomas Westermann

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