Chefarzt der Inneren Abteilung referierte innerhalb der Reihe „Medizin im Dialog“

Dr. Jahnke und das schwache Herz

Dr. Jürgen Jahnke, Chefarzt Innere Abteilung, hielt einen interessanten Vortrag über das schwache Herz. 
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Dr. Jürgen Jahnke, Chefarzt Innere Abteilung, hielt einen interessanten Vortrag über das schwache Herz. 

ws Seehausen. Im Rahmen der diesjährigen Herzwochen finden in der Bundesrepublik mehr als 1000 kostenfreie Vorträge und Seminare zur Herzschwäche (Herzinsuffizienz) statt. Jährlich müssen mehr als 440 000 Menschen mit dieser gefährlichen Krankheit ins Krankenhaus.

Fast 45 000 sterben an Herzschwäche.

Eingebettet in die Herzwochen 2017 bot das Agaplesion- Diakoniekrankenhaus in Seehausen im Rahmen der Serie „Medizin im Dialog“ für die interessierte Bevölkerung einen Vortrag an. Die Resonanz auf die Einladung in den Schulungsraum war sehr groß. Kein Platz blieb unbesetzt. Dr. Jürgen Jahnke, Chefarzt Innere Abteilung, hatte seinen Vortrag „Das schwache Herz“ überschrieben, wobei mit schwachem Herz eine verminderte Pumpleistung gemeint ist. Nach einigen Zahlenvergleichen zur Erkrankungshäufigkeit schätzte er ein, dass die chronische Herzschwäche oft unterschätzt werde. Dies liegt wohl mit daran, dass die Krankheit langsam und schleichend beginnt und die Symptome wie Atemnot oder Abnahme der Leistungsfähigkeit zunächst unspektakulär sind. Die Erkrankten passen sich an oder bringen die Symptome mit dem zunehmenden Alter in Verbindung. Wichtig sei es, die Erkrankung rechtzeitig zu erkennen, die Ursachen zu finden und entsprechend zu behandeln. Ohne Therapie drohen schwerwiegende Komplikationen wie Herzversagen oder lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen.

Die Herzschwäche sei keine eigenständige Erkrankung. Sie ist laut Dr. Jahnke die Folge verschiedener anderer Erkrankungen, wie koronare Herzkrankheit oder Bluthochdruck oft gemeinsam mit Diabetes. Insbesondere bei einer Kombination dieser Grundkrankheiten und zusätzlichem Übergewicht steige das Risiko für eine Herzschwäche stark an. Die Behandlungsmöglichkeiten haben sich deutlich verbessert.

Es stehen verschiedene hochwirksame Medikamente zur Behandlung zur Verfügung, die miteinander kombiniert werden können und regelmäßig überwacht werden müssen. Aber auch die Frage, was der Patient selbst zur Verbesserung seiner Situation tun kann, wurde bei dem Treffen ausgiebig erörtert.

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