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A-14-Industriegebiet geht online

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Von: Thomas Westermann

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Aufbau eines Werbeschildes
Mitte Dezember sind Werbeschilder für das Industriegebiet an der künftigen A 14 aufgestellt worden. Weitere Infos gibt es seit einigen Tagen im Internet. © Thomas Westermann

Seehausen. Seit etwa einem Monat stehen Werbeschilder für ein Industriegebiet an der künftigen Autobahn 14 vor den Toren Seehausens. Damit erhoffen sich Kommunalpolitiker Ansiedlungen durch Investoren, die sich dann im Internet unter www.seehausen-altmark.de seit einigen Tagen weitere Informationen holen können.

Die Verantwortlichen in der Verbandsgemeinde Seehausen – allen voran Bürgermeister Rüdiger Kloth (Freie Wähler) – sind davon überzeugt, mit den Flächen punkten zu können und schildern schon die örtlichen Gegebenheiten und Vorteile. Zwischen der Trasse der B 189 und der zukünftigen Autobahnstrecke sei ein Industriegebiet mit einer Fläche von 33 Hektar vorgesehen. Eine Verlegung der Fläche nach Süden sei möglich. Bisher gebe es noch keine festgelegten Einzelparzellen, verschiedene Flächenzuschnitte seien möglich. Das zukünftige Industriegebiet Seehausen besteche durch seine Lage direkt an der zukünftigen Trasse der A 14 zwischen zwei Autobahnabfahrten. Über den Anschluss Seehausen-Mitte, der rund ein Kilometer entfernt sei, erreiche man nicht nur die A 14, sondern auch die Bundesstraße 190, die über Salzwedel den Anschluss nach Wolfsburg und Hannover bietet. Die Anschlussstelle Seehausen-Nord, ebenfalls rund ein Kilometer entfernt, biete zusätzlich Anschluss an die Landesstraße 2, die schon jetzt als Ausweichstrecke in Richtung Hamburg gilt. 15 Kilometer nördlich des Industriegebiets, ebenfalls über die A 14 und die jetzige B 189 erreichbar, befinde sich mit der Stadt Wittenberge ein Verkehrsknotenpunkt. Mit dem Elbeport Wittenberge befinde sich dort ein Umschlagsterminal, in dem Waren von der Straße auf die Schiene oder Frachtschiffe umgeladen werden können. Das Schienennetz verzweige sich von dort aus nach Hamburg, Wismar, Rostock, Berlin und Magdeburg. Über die Elbe und ihre Nebenflüsse werden ebenfalls Hamburg und Berlin sowie Dresden erreicht. Der Mittellandkanal befinde sich rund 100 Kilometer flussaufwärts.

So weit, so gut: Für die Bewerbung wird es einen langen Atem brauchen. Noch sind die potenziellen Investoren nicht reihenweise in das Seehäuser Rathaus eingefallen, um sich ein Grundstück für ihren Betrieb zu sichern oder vollkommen neu ein Unternehmen im Norden Sachsen-Anhalts aufzubauen. Bisher habe er hinsichtlich der Bewerbung des Industriegebietes mit dem neuen Schild und dem Internetauftritt keine Resonanz erfahren, sagt Verbandsgemeindebürgermeister Kloth auf AZ-Anfrage. Demnächst soll die A-14-Präsentation auf der Seehausen-Website aber noch „verfeinert“ werden.

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