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Mit dem Sommer kommt der Kreisel

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Von: Thomas Westermann

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Grünfläche in Seehausen
Mit Start der Sommerferien soll auf dieser Grünfläche in Seehausen ein Kreisverkehr entstehen. © Thomas Westermann

Seehausen. Endlich, nach mindestens 15 Jahren Diskussion, wird der Kreisverkehr in Seehausen in diesem Jahr gebaut. Würde der Bau der A 14 nicht vor der Tür stehen, wären die Arbeiten wohl noch nicht umgesetzt worden, mutmaßen wischestädtische Kommunalpolitiker. Letztlich dient der Kreisel als Zubringer auf die Autobahn 14 und von der A 14.

Die dafür zuständige Landesstraßenbaubehörde (LSSB) will mit der Ausführung zu Beginn der Sommerferien starten. Die abschließende Planung und Ausschreibung sei in Vorbereitung. Die Gestaltung des Knotenpunktes, wie ihn Fachleute bezeichnen, erfolgt als grundhafter Ausbau. Die Fahrbahnbreite beträgt circa 6,30 Meter zuzüglich Gosse und der erforderlichen Fahrbahnaufweitung infolge von Mittelinseln. Der Außendurchmesser des Kreisverkehrs beträgt 38 Meter. Im Zuge der bereits erneuerten Fahrbahn der Landesstraße 2 vor dem Mühlentor wurde für die Oberflächenentwässerung ein Regenwasserkanal im linken Fahrbahnstreifen verlegt. Daran wird der neue Regenwasserkanal angeschlossen, der den Bereich des Kreisverkehrs entwässert.

Parallel zum Kreiselbau werden Nebenanlagen auf Vordermann gebracht. So entsteht mit einem Geh- und Radweg mit einer Breite von zweieinhalb Metern auf einer Länge von gut 200 Metern ein Lückenschluss von der Einmündung zum Gewerbegebiet bis zur Brücke über den Aland-Umfluter.

Die Thematik steht auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung des Seehäuser Stadtrates. Allerdings handelt es sich dann lediglich um eine Information für die Abgeordneten, da für die Umsetzung des Vorhabens die erwähnte Landesstraßenbaubehörde zuständig ist.

Detlef Neumann, ehrenamtlicher Bürgermeister der Hansestadt Seehausen, begrüßt den Kreiselbau und bezeichnet ihn als „praktikabel und nachhaltig“. Er hält den DIN-gerechten Ausbau des Bereichs für „eine wichtige Sache“, auch wenn verschiedene Bürger mit dem gegenwärtigen Zustand zufrieden seien und damit leben könnten. Doch würde der Kreisverkehr nicht kommen, könnte es in den nächsten Jahren eng werden, vermutet der 59-jährige Kommunalpolitiker. Denn: Der Ausbau des Areals sei deshalb notwendig, da der zukünftig umgeleitete Verkehr von der Bundesstraße 189 auf die jetzige Kreisstraße 1020 und spätere Landesstraße 38 für größere Fahrzeuge – unter anderem Schwerlasttransporte – befahrbar sein müsse.

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