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Seehäuser Krankenhaus nutzt kurze Wege

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Von: Thomas Westermann

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Feuerwehrgelände in Seehausen
Das Gelände der Seehäuser Wehr wird künftig auch als Hubschrauberlandeplatz genutzt, um bei Bedarf Patienten aus dem Krankenhaus verlegen zu können.  © Thomas Westermann

Seehausen. Einen neuen Hubschrauberlandeplatz für Verlegungen aus dem Seehäuser Agaplesion-Diakoniekrankenhaus wird es bald in der Hansestadt geben. Einen entsprechenden Wunsch äußerte Dr. Michael Stachow, der Chefchirurg in der Klinik.

Der Mediziner, der auch aktiver Kamerad in der Freiwilligen Feuerwehr Seehausen ist, favorisierte das Gelände am Depot der Brandbekämpfer an der wischestädtischen Otto-Nuschke-Straße. Im Falle einer Verlegung von schwerkranken Patienten in andere Krankenhäuser auf dem Luftwege sei das Areal optimal geeignet, argumentiert der Arzt. Vom Krankenhaus bis zum Platz am Feuerwehrgerätehaus seien es nur wenige Meter.

Bisher befindet sich der vom Krankenhaus genutzte Hubschrauberlandeplatz auf einer Fläche in der Nähe des einstigen Wischeobst-Betriebs – für einen Transport von Patienten ein recht weiter Weg und noch dazu auf nicht gerade optimaler Piste. Zudem befindet sich auf der Strecke noch ein Bahnübergang, der überwunden werden muss. Bei geschlossenen Schranken geht dann wertvolle Zeit verloren.

Verschiedene Behörden und der Verbandsgemeindebürgermeister inspizierten vor einiger Zeit das Feuerwehrgelände, um es auf Eignung als Landeplatz zu prüfen. Mittlerweile ist dafür die Genehmigung erteilt. Für die Markierung des Start- und Landeplatzes kommen Verbandsgemeinde, Hansestadt Seehausen und der Landkreis Stendal finanziell auf. „Das wird nicht die Welt kosten“, schätzt Kloth. Willi Hamann, Chef des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Seehausen, Stadtratsmitglied und Bürgermeister der Gemeinde Altmärkische Wische, hegt hingegen Bedenken, ob mit einem Hubschrauberlandeplatz künftig auch Veranstaltungen auf dem Gelände möglich sein können und denkt dabei an das Weihnachtsbaumverbrennen und an Übungen der Kameraden. Verbandsgemeindebürgermeister Kloth sieht dies gelassen. „Die Verlegung von Patienten wird seitens des Krankenhauses länger geplant.“

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