Hildebrandt: „Es ist eine Sauerei“ / 3000 bis 4000 Euro Kosten

Gemeinde Aland wird der illegalen Müllverkippung nicht Herr

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Fässer, Kanister, Schläuche, Elektronikschrott und vieles mehr wurden am ehemaligen Bahnwärterhäuschen unweit der Bundesstraße 189 zwischen Vielbaum und Voßhof auf dem Territorium der Gemeinde Aland illegal entsorgt.

Gemeinde Aland. Die illegale Müllentsorgung in der Gemeinde Aland ist seit vielen Jahren ein Problem (die AZ berichtete). Und der Umweltfrevel wird nicht besser, was besonders Bürgermeister Hans Hildebrandt ärgert.

„Richtig schlimm sieht es am ehemaligen Bahnwärterhäuschen unweit der Bundesstraße 189 zwischen Vielbaum und Voßhof aus“, erzählte der Kommunalpolitiker der AZ. „Fässer, Kanister, Schläuche, Elektronikschrott, Traktorenreifen und vieles mehr wurden dort illegal entsorgt“, fügt der 71-Jährige hinzu.

Traktorenreifen und andere Dinge finden sich an vielen Stellen. Der Unrat soll nicht von Einheimischen stammen.

Der Krüdener gerät regelrecht in Rage: „Es ist eine Sauerei, das kann man nicht oft genug sagen und für die Gemeinde ärgerlich.“ Und für Hildebrandt steht fest, dass es sich bei den Verursachern nicht um Einheimische, sondern um Durchreisende handele. Über jede Menge Müll klagt der Bürgermeister auch in der ehemaligen Ortslage Stresow bei Aulosen. Der Verfahrensweg sei immer der gleiche: Hildebrandt informiert das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Seehausen, das daraufhin den Landkreis Stendal benachrichtigt. Letztlich wird ein Unternehmen mit der Entsorgung beauftragt, die Rechnung dafür bekommt die Gemeinde Aland. „Wir müssen dafür pro Jahr nicht gerade wenig Geld ausgeben“ und spricht von 3000 bis 4000 Euro. „Die Finanzen könnten wir für andere Dinge besser einsetzen“, so der Altmärker.

Aland-Bürgermeister Hans Hildebrandt ärgert sich über die illegale Entsorgung von Grabschmuck im Krüdener Wald.

Und noch ein Unding beschäftigt Hildebrandt. Das Grün und Plastikdekorationen auf den abgedeckten Gräbern auf dem Gottesacker in Krüden werde etwa 150 bis 200 Meter im entfernten Wald einfach entsorgt. Die Friedhofssatzung für Krüden und auch Vielbaum besage aber, dass Grabschmuck weder im Wald noch auf dem Friedhof etwas zu suchen habe und in den heimischen Gefilden der Grabpfleger zu entsorgen sei. Durch Privatinitiativen wurde bisher der Wald gesäubert.

Von Thomas Westermann

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