Diakonie speckt ihren Heilpädagogik-Neubau ab / Bauantrag noch in Arbeit

Diakonie in Seehausen: „In das Herz dieser Stadt“

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Die frühere Sekundarschule ist vor einigen Monaten abgetragen worden. Auf dem Gelände nahe der Wischelandhalle soll die neue Heilpädagogische Einrichtung der Diakonie entstehen.

Seehausen. „Seehausen ist und bleibt unsere Wahl. Wir wollen in das Herz dieser Stadt“, bekräftigt Dr. Ulrike Bergmann. Die Heilpädagogische Einrichtung zieht aus der Osterburger Ortschaft Königsmark nach Seehausen.

Das Diakoniewerk Osterburg mit Sitz in Hindenburg möchte auf dem Gelände der früheren Sekundarschule neu bauen – allerdings eine Nummer kleiner als ursprünglich geplant. Statt der 33 Plätze für geistig und mehrfach behinderte Menschen sollen es nun allenfalls 24 sein. „Das hängt mit den allgemeinen Förderbedingungen zusammen. Heutzutage sind, auch aus therapeutischer Sicht, einfach mehr kleinere Einrichtung gewünscht und gewollt“, erläutert die Diakonie-Vorstandsvorsitzende im Gespräch mit der AZ.

Vor zwei Jahren wurden die Umzugspläne konkreter. Momentan wird der Bauantrag vorbereitet. Ob die Arbeiten 2016 beginnen können, hängt maßgeblich von der Finanzierung ab. Noch sei nicht alles in trockenen Tüchern. Etwa 2,5 Millionen Euro sollen laut Dr. Bergmann in der Wischestadt investiert werden, weniger als anfangs geplant. Die Diakonie hofft auf Geld von der Sozialorganisation „Aktion Mensch“. Wenn möglich, sollen auch noch weitere Fördertöpfe genutzt werden. Zudem soll ein Kredit aufgenommen werden.

Die neue Einrichtung soll dem Inklusionsgedanken gerecht werden. „Die Behinderten können in Seehausen mehr am normalen Leben teilnehmen, sie können besser gefördert und gefordert werden“, glaubt die Vorstandschefin. Was aus dem Areal in Königsmark wird, ist noch offen.

Von Marco Hertzfeld

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