Dr. Walter Fiedler kritisiert CDU-Politik auf Landes- und Kreisebene und wünscht sich Neuanfang

„Herr Kühnel sollte abtreten“

Seehausen. Überhaupt nicht zufrieden ist der Seehäuser CDU-Mann Dr. Walter Fiedler mit der christdemokratischen Partei auf Landes- und Kreisebene.

„Mit Sorge habe ich in den letzten Wochen beobachtet, wie sich das Image der CDU auf Landes- und Kreisebene bei der Bevölkerung negativ entwickelt. Viele Bürger haben mich angesprochen, was denn mit der CDU los sei“, äußert sich Dr. Fiedler gegenüber der AZ und fügt hinzu: „Ich habe auch lange überlegt, ob es sinnvoll ist, zu einigen Problemen öffentlich Stellung zu beziehen oder aus der CDU auszutreten. “ Letztlich hat sich der Vorsitzende der CDU/SPD-Fraktion im Seehäuser Stadtrat dazu entschlossen, öffentlich seine Meinung in der AZ kundzutun.

„Ich war Mitglied der ersten frei gewählten Volkskammer, im Bundestag und konnte mir dabei auch einen Einblick in die ‘große Politik’ verschaffen. Die Haupterkenntnisse aus dieser Tätigkeit waren: Die enge Verbindung zur Basis, zum eigenen Wahlkreis und die Aufgabe als Abgeordneter, die Interessen seines Wahlkreises zu vertreten. Das Grundgesetz ist die Grundlage für die Tätigkeit eines Abgeordneten. Letztendlich hat jeder Abgeordnete nach seinem Gewissen zu entscheiden. Wie sieht die normale Realität aus?“, fragt Dr. Fiedler. Die Landespolitik habe aus seiner Sicht den Kontakt zur Basis verloren. „Kennen die Landtagsabgeordneten die Situation in den Kommunen überhaupt noch? Wann war der Landtagsabgeordnete der CDU, Herr Güssau, letztmalig in der Verbandsgemeinde Seehausen oder in der Hansestadt Seehausen, um sich vor Ort über die Probleme – sprich Haushaltslage – zu informieren?“ [...]

Von Thomas Westermann

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