Startschuss für Neubau ist erfolgt

Heilpädagogische Einrichtung zieht von Königsmark nach Seehausen

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Dr. Ulrike Bergmann und Landrat Carsten Wulfänger sprachen zu den Gästen bei der Grundsteinlegung.

Seehausen – Am Dienstag war es so weit: Auf dem ehemaligen Gelände der Sekundarschule in Seehausen erfolgte die feierliche Grundsteinlegung für die neue Heilpädagogische Einrichtung, die 2020 bezugsfertig sein soll (AZ berichtete).

Es entsteht dort ein Wohnheim für 24 Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung.

Neben Blasmusik gab es auch Gesang, der per Gitarre begleitet wurde. Unter den Musikern befanden sich mehrere der künftigen Bewohner der Einrichtung.

Die künftigen Bewohner wurden in die Feier zur Grundsteinlegung mit eingebunden, denn sie spielten Musik und bildeten so einen Teil des Rahmenprogrammes zu den Reden. „Das ist ein weiterer Schritt, um dem Bundesteilhabegesetz gerecht zu werden“, führte Dr. Ulrike Bergmann aus, die die Vorsitzende des Diakoniewerkes Osterburg ist. Das Diakoniewerk betreibt die Einrichtung. Bergmann lobte den Standort auch in der Hinsicht, dass er den Bewohnern aufgrund der Innenstadtlage erlaube, ein möglichst eigenständiges Leben zu führen und beispielsweise Einkaufsmöglichkeiten zu nutzen.

Der Neubau bedeutet gleichzeitig die Aufgabe des bisherigen Standortes der Heilpädagogischen Einrichtung in der Osterburger Ortschaft Königsmark. „Wir liegen im Plan, dass wir im September 2020 hier einziehen“, konkretisierte Bergmann den Zeitplan.

Landrat Carsten Wulfänger (CDU) maß dem Bau der Einrichtung eine gesamtgesellschaftliche Bedeutung bei: „Man erkennt den Wert einer Gesellschaft immer auch daran, wie sie mit ihren Schwächsten umgeht.“ Seehausens Pfarrerin Almut Riemann legte in ihrer kurzen Ansprache Wert darauf, dass sich das Haus, was gebaut wird, „auf einem christlichen Fundament befindet“.

Seehausens Stellvertretender Bürgermeister Carsten Steinke, der die Wischestadt bei der Grundsteinlegung vertreten hat, sieht den Neubau als Chance für den Ort. „Leerstand ist immer schlecht“, meinte er und spielte auf die ehemalige Sekundarschule an, die lange nicht genutzt wurde und im Juni 2015 abgerissen wurde, als bereits feststand, dass das Diakoniewerk Osterburg das Grundstück für den Neubau der Heilpädagogischen Einrichtung nutzen wird.

Im Anschluss fanden sich die Beteiligten bei Getränken und kleinen Snacks zum Gespräch zusammen.

VON TOBIAS HENKE

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