Haushalt 2021 der Gemeinde Aland verabschiedet / Fehlbetrag in Höhe von 239 900 Euro

Weniger Steuern und mehr Personalkosten

Märscheweg in Wahrenberg
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Die Gestaltung des Märschewegs in Wahrenberg ist dieses Jahr das zweitteuerste Investitionsvorhaben der Gemeinde Aland. 93 400 Euro stehen dafür im Etat.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Pollitz.  Einstimmig votierten die Mitglieder des Gemeinderates Aland während ihrer jüngsten Sitzung in Pollitz in dieser Woche für den Haushaltsplan 2021. Allerdings gebe es dabei Licht und Schatten, wie Bürgermeister Hans Hildebrandt im AZ-Gespräch sagte. So befindet sich die Kommune seit dem Jahr 2012 aufgrund unausgeglichener Verwaltungs- beziehungsweise Ergebnishaushalte in Konsolidierung. Im aktuellen Etat steht ein Fehlbetrag in Höhe von 239 900 Euro. Positiv hingegen findet das Gemeindeoberhaupt, dass noch einige Investitionen vorgenommen werden können.

Dabei kommen der Aland-Gemeinde finanzielle Förderungen für Maßnahmen zugute. Der Investitionsplan der Gemeinde für 2021 hat ein Volumen von 612 800 Euro und war Gegenstand der Haushaltsberatung. Die Kämmerin der Verbandsgemeinde Seehausen, Katrin Neuber, stellte den Volksvertretern das Zahlenwerk vor. Viele Fragen hatten die Abgeordneten nicht mehr, da sie sich im Vorfeld mit dem Papier schon beschäftigt hatten. Bei der Finanzierung der Vorhaben kommen vorrangig die Investitionszuweisungen zum Einsatz. Neben den zweckgebundenen Zuweisungen für die Beseitigung von Hochwasserschäden in Höhe von 499 600 Euro fließt auch die Investitionspauschale in die Investitionsvorhaben der Gemeinde. Mit 363 100 Euro verschlingt die Neugestaltung der Deichstraße im Ortsteil Wanzer das meiste Geld, gefolgt vom Märscheweg in Wahrenberg mit 93 400 Euro. An dritter Stelle stehen drei Bushaltestellen mit 60 000 Euro, die wieder auf Vordermann gebracht werden sollen. Wesentlich günstiger ist mit 10 000 Euro die Renaturierung des Krüdener Schlossteichs. Dabei handelt es sich um eine Ausgleichsmaßnahme für den Wegebau zwischen Krüden und Tannenkrug.

Für die nicht so rosige finanzielle Lage gibt es laut Hildebrandt verschiedene Gründe. Der Kommunalpolitiker spricht beispielsweise von Steuerausfällen, die coronabedingt seien. Zum anderen kosten die Lohnerhöhungen im Öffentlichen Dienst mehr Geld. Als Beispiel nannte er die Erzieherinnen in der Kita. Die Personalaufwendungen für Bedienstete der Gemeinde Aland erhöhen sich gegenüber dem Vorjahresergebnis von insgesamt circa 147 700 Euro auf nunmehr 158 400 Euro. Dabei entfällt laut Etat-Vorbericht der wesentliche Anteil auf tariflich bedienstetes Personal.

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