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Ein Haus für Mutter und Kind

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Kräftig hämmerten Bereichsleiterin Birgit Neubert und Geschäftsführerin Ellen Baum (r.) auf den symbolisch letzten zehn Zoll langen Nagel für das Mutter- und Kind-Haus ein. Foto: Schaffer
Kräftig hämmerten Bereichsleiterin Birgit Neubert und Geschäftsführerin Ellen Baum (r.) auf den symbolisch letzten zehn Zoll langen Nagel für das Mutter- und Kind-Haus ein. Foto: Schaffer

Seehausen. Das Diakoniewerk Osterburg als eingetragener Verein hält mit seinen Angeboten im Kinder- und Jugendwohnbereich einen wichtigen Teil der Jugendhilfestruktur des Landkreises vor.

Neben der Kinder- und Jugendwohngruppe in Meseberg gibt es eine solche auch in Seehausen an der Großen Brüderstraße, Ecke Petristraße. Beiden Einrichtungen haben ein familiäres Klima in kleingruppenorientierter Atmosphäre. Eltern-und Familienarbeit wird groß geschrieben. „Wir möchten die von uns betreuten Kinder und Jugendlichen in eine intakte Beziehungsstruktur einbinden und möglichst optimal im Sinne einer selbstständigen und eigenverantwortlichen Lebensführung fördern. Gemeinsame Aktivitäten haben einen großen Stellenwert“, so Bereichsleiterin Birgit Neubert aus Seehausen. Sie und auch die Geschäftsführerin des Diakoniewerkes Osterburg, Ellen Baum, waren beim Richtfest des neuen Mutter- und Kind-Hauses zugegen.

Mit der Projekterstellung dieses Fachwerkhauses war ein Architektur- und Planungsbüro aus Schönberg betraut. Die bisher erfolgten Maurer- und Zimmererarbeiten erfolgten durch Firmen aus Gladigau. Die weiterführenden Arbeiten bis zur Schlüsselübergabe werden von Firmen der Region übernommen. Weihnachten sei als Übergabezeitraum vorgesehen, so die Geschäftsführerin.

Auf einer Fläche von je rund 55 Quadratmetern Wohnfläche werden dann zwei junge, minderjährige Mütter mit ihrem Nachwuchs ein geordnetes Leben führen können. Neben dem eigenen Wohn- und Schlafraum gibt es eine gemeinsame Küche. Eine junge Mutti lebt bereits mit ihrem Kind in der Einrichtung und freut sich schon sehr auf ihren Umzug in das neue Haus. Dort, wo dieses jetzt steht, stand davor ein abbruchreifes Gebäude, welches von der Diakonie nebst Grund und Boden erworben wurde.

Zum Richten des Gebäudes begaben sich die Bauleute, die beiden Frauen und Erzieher Lutz Hartmann über die Rüstung in den ersten Stock. Nach dem fast gekonnten Einschlagen des zehn Zoll langen Nagels durch Ellen Baum und Birgit Neubert erfolgte die Ansprache zum Richten, bevor mit einem Glas Sekt auf das bis dato gelungene Bauwerk angestoßen wurde. Anschließend gab es bei Schnittchen und Kaltgetränken sowie Kaffee noch einige gemütliche Minuten im Kreise aller Beteiligten.

Von Walter Schaffer

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