Hansestadt Seehausen könnte vom Programm für E-Bikes profitieren

Lotto will beim Laden helfen

Petrikirche in Seehausen
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Die Petrikirche wird von Besuchern gut frequentiert. Eine Ladesäule für E-Bikes könnte dort Sinn machen.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Seehausen. Mit den Ladestationen für Elektroautos sieht es in der Hansestadt Seehausen ganz schlecht aus, die fehlen nämlich gänzlich. Und Besserung ist nicht in Sicht. Dafür könnten aber E-Ladesäulen für Elektrofahrräder eventuell kommen. Über ein Förderprogramm wäre dies möglich.

Aufgelegt wird es von Lotto Sachsen-Anhalt. Dadurch können Zuschüsse für die Errichtung von Fahrrad-Ladestationen beantragt werden. Über das Programm werden insgesamt 150 000 Euro zur Verfügung gestellt, konnte Lisa Weigelt, Wirtschaftsförderin in der Verbandsgemeinde Seehausen, in Erfahrung bringen. Das Programm endet Ende Juni des nächsten Jahres oder wenn die bereitgestellten Mittel aufgebraucht sind. Beantragt werden kann ein Zuschuss von 85 Prozent der Kosten für den Kauf und Installation von Ladestationen für Räder. Die Kosten für das Herstellen von Fundamenten und für den Stromanschluss werden hingegen nicht gefördert. Dafür müsste die Kommune Eigenmittel einstellen.

Bisher gibt es in der Verbandsgemeinde Seehausen lediglich eine Ladesäule für E-Bikes, die an der Schäferei Schuster in Beuster steht. Bekommen hat sie die Verbandsgemeinde, weil sie Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen Sachsen-Anhalt ist. Gern hätte Seehausens Bürgermeister Detlef Neumann die Säule für die Kernstadt gehabt, aber der Verbandsgemeinderat hatte anders entschieden. Hintergrund sind mehrere Radwanderwege, die direkt durch den Seehäuser Ortsteil Beuster führen.

Für die Inanspruchnahme des Förderprogramms schlägt Stadtoberhaupt Neumann drei Standorte vor: an der Stadtinformation, auf dem Kirchplatz und am Waldbad. Durch den jeweils in den Gebäuden bereits vorhandenen Stromanschluss lassen sich die Standorte Touristinfo und Waldbad gut umsetzen. Es müssen ein Fundament hergestellt und ein Anschluss vom Stromzähler nach außen gelegt werden. Dabei sind nur kurze Distanzen zu überwinden, da die Ladestationen direkt an den Gebäuden errichtet werden können. Laut Schätzung betragen die Kosten für die Fundamentarbeiten und den Stromanschluss circa 850 Euro brutto. Auf dem Kirchplatz muss der konkrete Standort festgelegt werden. Der nächstgelegene kommunale Stromanschluss ist im Rathaus. In der nächsten Woche werden der Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus, Soziales und Kultur sowie der Bau-, Ordnungs- und Umweltausschuss sich mit der Thematik befassen. Das letzte Wort hat dann der Seehäuser Stadtrat, der am 23. September zur Sitzung zusammenkommt.

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