Zwei Drittel des Weges geschafft

Handlungsstrategien und Leitspruch für IGEK in Seehausen vorgestellt

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Moderierten die Vorstellung der IGEK-Handlungsstrategien: Verbandsgemeinde-Bürgermeister Rüdiger Kloth (v.l.), Wirtschaftsförderin Lisa Weigelt, DSK-Projektbearbeiterin Katja Mengewein und Dr. Mario Kremling, Sachsen-Anhalts Gebietsleiter der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (DSK). 

Seehausen – Das Integrierte Gemeindeentwicklungskonzept (IGEK) für die Verbandsgemeinde Seehausen nimmt konkrete Formen an. Am Dienstagabend hatte die Verwaltung zur Vorstellung der Handlungsstrategien in den Versammlungssaal der Seehäuser Feuerwehr eingeladen.

Trotz hochsommerlicher Temperaturen waren gut 40 am IGEK-Prozess Interessierte gekommen.

Gut 40 Interessierte, überwiegend am bisherigen IGEK-Prozess Mitwirkende kamen – angesichts der hochsommerlichen Begleitumstände nicht selbstverständlich. So zeigte sich Verbandsgemeinde-Bürgermeister Rüdiger Kloth zur Begrüßung auch sichtlich zufrieden mit der Resonanz.

Die zusammengetragenen Handlungsstrategien, insgesamt immerhin mehr als 120, füllen zehn eng beschriebene A4-Seiten. Abgebildet sind die Ergebnisse aller bisherigen Aktivitäten – Ortsbegehungen und Einwohnerversammlungen ebenso wie Workshops und Beratungen von Fach- und Lenkungsgruppen. Unterteilt sind die Strategien in neun Handlungsfelder: „Grundversorgung/Basisdienstleistungen“; „Medizinische Versorgung“; „Kinderbetreuung/Grundschulen“; „Sport, Kultur, Freizeit“; „Dorfgemeinschaftshäuser, Bürgerschaftliches Engagement, Vereine“; „Wirtschaft und Tourismus“; „Klima und Naturschutz“; „Infrastruktur“ sowie „bauliche Entwicklung“.

Das Integrierte Gemeindeentwicklungs-Konzept (IGEK) nimmt Formen an.

Für IGEK-Unkundige liest sich die strategische Zusammenstellung wie ein Weihnachts-Wunschzettel im Super-XXL-Format. Ziel sei es dabei, möglichst viele in den nächsten 15 Jahren eventuell realisierbare Projekte für eine geeignete Förderkulisse abzubilden. Werden künftig Förderanträge gestellt, sei die Auflistung im IGEK nämlich ein wichtiges Argumentationskriterium, heißt es.

Träumen darf man natürlich und Wünsche sind nicht verboten. Einige der aufgelisteten Erwartungen kann die Verbandsgemeinde aber nicht oder zumindest nicht allein entscheiden. Fehlende rechtliche Zuständigkeiten sind das eine, begrenzte Finanzen für den Eigenteil das andere. Mit Kreativität und Engagement sollten sich dennoch einige Ideen zum Wohle der Allgemeinheit umsetzen lassen.

So darf man auf die kommenden Wochen gespannt sein, welche konkreten Maßnahmen den Handlungsstrategien zugeordnet werden. Auf dem Weg zum fertigen IGEK seien zwei Drittel geschafft, resümierte Dienstagabend Dr. Mario Kremling, Gebietsleiter der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (DSK) für Sachsen-Anhalt. Anfang Juli sollen die bisherigen Mitwirkenden den ersten öffentlichen Entwurf erhalten. Und bis Ende August sollen dann den Handlungsstrategien konkrete Maßnahmen zugeordnet werden. Am 10. September berät die Lenkungsgruppe den Maßnahmenkatalog und das Leitbild. Anschließend soll das komplette IGEK an die politischen Gremien zur Beratung und Beschlussfassung gehen. Letztere sei für die zweite Herbst-Hälfte angestrebt.

Der Leitspruch steht schon: „Seehausen/Altmark – vielseitig vielfältig – Zukunft gemeinsam gestalten“. Der Zusatz „gemeinsam“ wurde erst nach dem mit regem Applaus befürworteten Vorschlag von Ratsmitglied Bernhard Kloss eingefügt.

VON FRANK SCHUMANN

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