Ingenieurbüro untersucht Schwimmbad-Becken / Ex-Seehäuserin übernimmt komplette Kosten

Hamburgerin spendiert Gutachten

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Das 80-jährige Waldbad im Schillerhain in Seehausen macht Sorgen. Wie schlimm es um den Zustand des Beton-Schwimmbeckens bestellt ist, soll nun ein Gutachten klären. Die Untersuchung durch ein darauf spezialisiertes Ingenieurbüro aus Hamburg soll am 24. Februar erfolgen.

Seehausen. Das Waldbad Seehausen blickt in diesem Jahr auf sein 80-jähriges Bestehen. Das Jubiläum soll beim traditionellen Waldbadfest vom 8. bis 10. Juni gefeiert werden.

Allerdings bereitet das in die Jahre gekommene Waldbad schon seit längerer Zeit große Sorgen, insbesondere das ebenso alte Beton-Schwimmbecken (AZ berichtete). Auf entsprechende Medienberichte für ein erforderliches Gutachten hatte sich eine ehemalige Seehäuserin gemeldet, die ein darauf spezialisiertes Unternehmen in Hamburg führt. Als Katrin Hupfer die Berichte im Internet gelesen habe, bot sie aber nicht nur die Dienstleistung ihres Ingenieurbüros an, sondern erklärte zugleich aus alter Verbundenheit zu ihrer Heimatstadt, die Kosten dafür übernehmen zu wollen.

Anfang Januar hatte sich die Diplom-Ingenieurin vor Ort im Waldbad ein Bild von der aktuellen Situation gemacht. Darüber berichtete Walter Fiedler in dieser Woche in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus, Soziales und Kultur der Hansestadt Seehausen. Weiter sagte Dr. Fiedler, Ausschussvorsitzender und Vorsitzender des Waldbad-Fördervereins, dass der Verein gerade das konkrete Angebot erhalten habe. Demnach soll das Gutachten genau 7342,30 Euro kosten. Ebenfalls schriftlich bestätigte Ingenieurin Hupfer ihr Angebot der vollständigen Kostenübernahme.

Wie der Chef des Fördervereins sichtlich erfreut mitteilte, steht bereits auch der Termin für die Untersuchung: So werden die Bauwerksuntersucher mit der entsprechenden Technik am 24. Februar im Waldbad erwartet. Abschließend appellierte Dr. Fiedler an Kommunalpolitik und Verwaltung, sich schnellstens nicht nur Gedanken darüber zu machen, wie mit dem Ergebnis des Gutachtens umgegangen werden soll.

Von Frank Schumann

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