Andreas Klatschow ist seit Mitte Juli neuer Geschäftsführer der Graepel Seehausen GmbH

Ein Hamburger in Seehausen

Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (v. l.), Lisa Weigelt von der Wirtschaftsförderung Seehausen, Felix Graepel, Andreas Klatschow und Wittenberges Bürgermeister Andreas Hermann.

Seehausen. „Ich wollte nicht zu weit weg wohnen, aber auch nicht zu nah an der Firma. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, mir in Wittenberge eine Wohnung zu suchen“, erklärte der gebürtige Hamburger Andreas Klatschow, seit dem 10. Juli Geschäftsführer der Graepel Seehausen GmbH und Co. KG.

Klatschow wird das operative Geschäft vor Ort leiten, da Felix Graepel zusätzlich noch Vorstandsmitglied des Gesamtunternehmens ist.

Klatschow freut sich auf eine herausfordernde Aufgabe bei einem Unternehmen, das nicht nur in Sachen Umsatz, sondern auch in Bezug auf die flächenmäßige Ausdehnung weiter wachsen will. Derzeit sind 29.000 Quadratmeter des 154.000 Quadratmeter großen Areals durch Gebäude für Verwaltung und Produktion bebaut. „Auch wenn es noch Spielraum für eine Ausdehnung gibt, sind wir mit der Verbandsgemeinde Seehausen in Kontakt, da wir gerne weitere Fläche hinzukaufen möchten“, erläuterte Felix Graepel. Den regen Austausch mit zwischen allen Beteiligten belegen auch die Teilnahmen von Rüdiger Kloth, Verbandsgemeindebürgermeister aus Seehausen und Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann bei der gestrigen Vorstellung von Andreas Klatschow. Er hat sich zum Ziel gesetzt, das Unternehmen bekannter zu machen. Obwohl der Lochblechhersteller Graepel, der auf drei Kontinenten produziert, mit 235 Beschäftigten eines der größten Unternehmen in der Altmark ist, macht die Bekanntheit scheinbar an der Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg halt. „Nur etwa zehn Prozent unserer Beschäftigten kommen aus Brandenburg, das wollen wir ändern“, sagte Klatschow. Ein großer Teil der Mitarbeiter komme beispielsweise aus Stendal, obwohl diese eine deutlich weitere Anreise haben, als Mitarbeiter aus Wittenberge. „Wir wollen unsere Bekanntheit aktiv vergrößern“, sagte Andreas Klatschow.

Felix Graepel und Andreas Klatschow liegt das Thema Ausbildung besonders am Herzen. Kürzlich haben sieben Azubis ihre Lehre bei dem Familienunternehmen begonnen (die AZ berichtete). Obwohl das Ausbildungsjahr bereits läuft, besteht noch die Möglichkeit für weitere Lehrlinge, eine Ausbildung bei Graepel zu beginnen. So besteht beispielsweise bis voraussichtlich Oktober noch die Möglichkeit für Auszubildende eine Stelle als Fachinformatiker zu finden.

Von Tobias Henke

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