Hansestadt lässt die drei Bus-Stopps in Schönberg barrierefrei gestalten

Haltestellen ohne Schranken

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Bauarbeiter der Firma haben mit dem Bau des barrierefreien Zugangs an der Bushaltestelle Neuhof begonnen.

Schönberg. Im Rahmen der Verbesserung der Infrastruktur konnte die Gemeinde Schönberg gleich nach der politischen Wende drei Buswartehäuschen in Fachwerkbauweise aufstellen. Die Finanzierung erfolgte, so der ehemalige Bürgermeister Udo Seide, über Fördermittel.

Inzwischen sind viele Jahre ins Land gegangen, und die Zeit hat mindestens an der Holzkonstruktion ihre Spuren in Form von Fäulnis hinterlassen. Seitens der Hansestadt Seehausen, zu der Schönberg gehört, wurde nun ein Auftrag an eine Seehäuser Baufirma erteilt, die drei Bushaltestellen so zu sanieren, dass sie auch uneingeschränkt für Menschen mit Behinderungen genutzt werden können.

Im Amtsdeutsch heißt das „barrierefrei gestalten“. Die Finanzierung erfolgt über Fördermittel. Neben dem Auswechseln der zum Teil verfaulten Ständer beziehungsweise Riegel wird ein barrierefreier Zugang geschaffen. Dies geschieht durch Entfernung eines vorderen Mauerbereiches. Damit die Fahrgäste nahtlos Niederflurbusse besteigen können, werden sogenannte Kasseler Sonderborde als Anschluss zur Fahrbahn gesetzt. Die Flanken dieser in hellem Farbton gehaltenen Borde sind abgerundet und ermöglichen dadurch, dass die Busse dicht an die Haltestelle heranfahren können, ohne sich dabei die Reifen zu beschädigen. Die Oberfläche der Spezialborde ist geriffelt (taktiles Element), sodass auch sehbehinderte oder blinde Menschen ertasten können, ob sie sich auf dem richtigen Weg zum Einstieg des Fahrzeuges befinden. Nicht nur behinderte Menschen, sondern auch ältere Fahrgäste oder kleinere Kinder werden bestimmt von diesem barrierefreien Zustieg profitieren. Noch schöner wäre es allerdings, wenn der ÖPNV insgesamt für die ländliche und immer älter werdende Bevölkerung verbessert würde, ist oft zu hören.

Von Walter Schaffer

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