Grünes Klassenzimmer: Jungen und Mädchen aus Groß Garz testen Wissen

Grundschüler entdecken Geheimnisse des Waldes

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Bei den Waldjugendspielen gab es acht Stationen. Die Grundschüler mussten durch ihren Tastsinn die versteckten Gegenstände wie Kiefernzapfen, Pilze und Gehörn erkennen. Die drei Neuntklässler Tobias Kramer, Piet Pache sowie Noah Hünrichs betreuten diese Station.

Groß Garz. Mit viel Gefühl und Geduld tasteten sich die Jungen und Mädchen durch die Prüfstation. Nur mit den Händen galt es Dinge zu erkennen. Neben Kiefernzapfen, Pilzen und Eicheln sowie Nüssen glitten die Fingerchen auch über Gehörn.

Seit vielen Jahren veranstalten die Landesforstbetriebe die beliebten Waldjugendspiele. Bei der besonderen jährlichen Bildungsveranstaltung steht die spielerische Vermittlung von Wissen zum Ökosystem Wald im Vordergrund. Als „Klassenzimmer im Wald“ könnte man diese bundesweiten Jugendwaldspiele auch nennen. In einigen Gemeinden wird aus Angst vor dem Wolf auf den Unterricht im Wald verzichtet. Nun waren die Grundschüler in Groß Garz an der Reihe.

Von der Grundschule in Groß Garz aus gingen die einzelnen Gruppen auf den nahe gelegenen Rundkurs am Waldweg. Dort warteten insgesamt acht Stationen auf die Kinder.

Das Jugendwaldheim mit seinem Leiter Peter Kramer führt an dieser Bildungseinrichtung mit derzeit 86 Mädchen und Jungen schon seit Jahren die Verantwortung bei der Gestaltung und Durchführung. Unterstützung bekommt Kramer dabei von den Förstern, Waldarbeitern und Jugendlichen, die im Waldheim ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren.

In Groß Garz gab es zusätzlich noch Unterstützung durch einige Lehrer der Grundschule und Neuntklässler aus der Norbertus-Schule aus Magdeburg. Sie gestalten praktisch und theoretisch am Waldheim dieses einwöchige Projekt. Auch wenn bei den Spielen die Teamarbeit im Vordergrund steht, so gibt es dabei aber auch an verschiedenen Wissensstationen eine individuelle Wissensüberprüfung. Diese fand in Form eines Stationsbetriebes statt.

Auch das Wissen um die gefiederten Freunde wurde abgefragt. Es gab Punkte, wenn die Kinder die Vögel benennen konnten.

An insgesamt acht verschiedenen Stationen konnte jeder der Jungen und Mädchen sein Wissen in Form von Punkten registrieren lassen. Am Ende des letzten Tages, gegen Mittag, trafen sich dann alle Beteiligten zur Auswertung. Dass es dazu noch eine Grillwurst und ein Getränk gab, rundete die Waldjugendspiele im gemütlichen Beisammensein ab.

Von Walter Schaffer

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