Seehausen soll energetische Kernregion werden

Dem grünen Daumen eine Chance geben

Heiko Böker (r.) und Ulrich Peickert wollen mithelfen, Seehausen zur energetischen Kernregion zu entwickeln.
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Heiko Böker (r.) und Ulrich Peickert wollen mithelfen, Seehausen zur energetischen Kernregion zu entwickeln.

Seehausen. Die Verbandsgemeinde Seehausen soll sich zur energetischen Kernregion entwickeln. Konkret geht es um die biomassebasierte Wärmeversorgung in der besagten Verbandsgemeinde.

Mittels einer Projektskizze unter dem Titel „Investitionsvorbereitende Machbarkeitsuntersuchung zur Nutzung von regionalen Biomassen aus den Bereichen kommunale Grünflächen, Straßenbegleitgrün, Gewässerrandstreifen, Waldrestholz, Naturschutz und KUP für die Wärmeversorgung öffentlicher Liegenschaften sowie von Objekten der Wohnungswirtschaft in der Verbandsgemeinde Seehausen“ soll dem grünen Daumen der Weg geebnet werden.

Verbandsgemeindebürgermeister Robert Reck weiß, dass in dieser Angelegenheit andere Verbandsgemeinden wie Arneburg-Goldbeck oder auch die Einheitsgemeinde Osterburg einige Schritte weiter seien. Auf der jüngsten Zusammenkunft des Rates stand das Thema der umweltfreundlichen Wärmegewinnung auf der Tagesordnung. Hilfe bei der Umsetzung wollen Ulrich Peickert von der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt (LENA) und Heiko Böker, Projektkoordinator beim Innovations- und Gründerzentrum BIC Altmark in Stendal, geben. So machte Peickert deutlich, dass „für eine investitionsvorbereitende Untersuchung bis zu 90 Prozent Förderung drin sind“. Die Verbandsgemeinde müsste lediglich einen Eigenanteil von 5000 Euro aufbringen. In einem weiteren Schritt werden dann die vorbereitenden Maßnahmen der Investitionsplanung und -ausführung überführt. In der Vorplanung müssten mindestens fünf Objekte integriert werden.

Im Ergebnis des Projektes werden unter anderem folgende Effekte erwartet. So werden die Entscheidungsträger der Verbandsgemeinde in die Lage versetzt, fundierte Entscheidungen über konkrete Investitionen bei der Umrüstung öffentlicher Liegenschaften auf biomassebasierte Heizanlagen zu treffen. Die Kommune hat zudem die Möglichkeit, Einnahmen aus eigenen bisher ungenutzten oder mit Kosten verbundenen Ressourcen zu generieren. Außerdem entkoppelt die Nutzung regionaler Energieträger die Heizkosten von der Entwicklung der Energiemärkte und macht diese langfristig berechenbar. Hinzu kommt durch die regionale Biomasse die Verringerung der Kohlendioxid-Emissionen.

Obwohl einige Verbandsgemeinderatsmitglieder dem Projekt „Biomassebasierte Wärmeversorgung“ skeptisch gegenüberstanden, fasste die Mehrheit im nichtöffentlichen Sitzungsteil den Beschluss, Fördermittel aus dem Programm Sachsen-Anhalt KLIMA zu beantragen.

Von Thomas Westermann

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