Informationen zum Hochwasserschutz längs der Elbe

Groß Garz: 253 Kilometer Deich sind zu pflegen

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Der Aland stand im Fokus der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinien von Seehausen bis zu seiner Mündung. Derzeit ist der Wasserstand des Flusses an der Brücke zwischen Scharpenhufe und Wahrenberg niedrig.

Groß Garz – Seit 2014 gibt es in der Groß Garzer Gaststätte Schulz eine Informationsveranstaltung des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW), die auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Vor wenigen Tagen konnte der Leiter des Flussbereiches Osterburg, Hans Jörg Steingraf, wieder viele interessierte Fachleute, Landwirte, Naturfreunde und den Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Rüdiger Kloth (CDU), begrüßen.

Die Vorstellung der bisher realisierten und die zukünftigen Gewässer –und Deichunterhaltungsmaßnahmen in den Einzugsgebieten von Elbe, Aland und Seege nahm die Mitarbeiterin des LHW, Uta Hahn, vor. Dabei betonte sie, dass 253 Kilometer Deiche und 181 Kilometer Fließgewässer zu betreuen seien.

Fachleute, Landwirte und auch interessierte Bürger nahmen an der Informationsveranstaltung in Groß Garz teil.

Allein am Aland falle bei einer Mahd eine Fläche von 1100 Fußballfeldern an. Dabei sind diese Arbeiten dreimal pro Jahr nötig. Abstimmungen mit den Naturschutzbehörden waren ständig nötig und erfolgten auf der Basis einer guten Zusammenarbeit. Durch die verstärkte Berücksichtigung gewässerökologischer Aspekte im Unterhaltungsregime konnte auch eine erhöhte Akzeptanz für notwendige Arbeiten erzielt werden.

Vor der Mittagspause gab der Mitarbeiter des LHW, Steven Klein aus Magdeburg, Informationen zu Maßnahmen im Rahmen der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie im Einzugsgebiet Aland. Auf geäußerte Bedenken, dass sich durch diese Maßnahmen die Fließgeschwindigkeit des Flusses negativ ändern könnte, wurde nicht eingegangen.

Von 12.30 bis 14 Uhr informierte der Flussbereichsleiter Steingraf über laufende und bevorstehende Deichbaumaßnahmen einschließlich Alandüberleitung. Auch die ökologische Flutung von Garbe-Wrechowpolder sowie Deichrückverlegungen standen im Fokus.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Schulung der Deichwachleute unter Einbeziehung der Wasserwehr.

VON WALTER SCHAFFER

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