Genossenschaft investierte 1,2 Millionen Euro für weitere Lagerhalle mit einer Kapazität von 10 000 Tonnen

Getreide gehäuft tonnenweise trocken

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Tonnen Futterweizen liegen auf diesem Berg und werden mit dem Teleskoplader durch Torsten Wendt in Form gebracht.

Seehausen. Wenn das Wetter es zulässt, dann sind die Mähdrescher bei ihrer Arbeit auf den Feldern in unserer Region ein gewohntes Bild. Ebenso stehen in diesem Zusammenhang die Traktorenzüge, die vollbeladen mit dem Erntegut sich in Richtung Seehausen bewegen.

Vom „Stecher“ werden die Proben entnommen und per Unterdruckleitung ins Labor befördert.

Ihr Ziel sind die beiden Getreidelagerhallen der Raiffeisengenossenschaft, von denen die neueste in der letzten Ernteschlacht ihre Bewährungsprobe bestanden hatte. Für 1,2 Millionen Euro entstand die neue Flachlagerhalle mit einer Länge von 90 und einer Breite von 28 Metern. Die Lagerkapazität liegt bei etwa 10 000 Tonnen. Die Halle besitzt eine moderne Unterflurbelüftung für das Erntegut. Da allein in Seehausen im vorletzten Jahr 25  000 Tonnen Getreide erfasst wurden, reichte die vorhandene Lagerkapazität in der schon vorhandenen Halle (auch 10 000 Tonnen) bei weitem nicht aus. „Der Neubau wurde auch nötig, um den heutigen Standards der Qualitätssicherung gerecht zu werden. Gleichzeitig geht es auch darum, in der Erntezeit eine schnelle logistische Abwicklung in der Anlieferung des Getreides zu sichern“, meinte Eike Flechner.

Eine Ladung Raps lieferte Ron Falke vom Landwirt Klinghammer aus Lichterfelde an. Er wartete auf das Analyseergebnis.

So vergehen nur wenige Minuten von der Anlieferung des Getreides über die Probenentnahme, die vollautomatische Analyse der Qualitätsparameter, der Wägung auf der 50-Tonnen-Waage bis zur vorläufigen Einlagerung des Erntegutes. Das angelieferte Getreide, welches über der Kapazität der beiden Hallen liegt, wird in Lagerstätten nach Salzwedel und Lüneburg transportiert. Trotz des nicht idealen Erntewetters wurde in dieser Saison in Seehausen ein Rekord in der täglichen Annahme erreicht. Dieser lag bei 2600 Tonnen. Zu bemerken wäre, dass die Arbeitszeit in der Saison bei bis zu 16 Stunden pro Tag liegt und den Mitarbeitern sowie den Landwirten viel abverlangt.

Von Walter Schaffer

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