Küche in der Aulosener Kindertagesstätte „Aland-Zwerge“ ist nun komplett

Gesundes Essen in Eigenregie

Björn Bach (l.) von der ÖSA, „Aland-Zwerge“-Vorsitzender Rüdiger Kloth und Kindertagesstättenleiterin Kerstin Grünwald freuen sich sehr über die neue Küche in der Einrichtung. Gut 15 Portionen werden dort täglich werktags gekocht. Foto: Westermann

Aulosen. Es ist geschafft: Die Kindertagesstätte „Aland-Zwerge“ in Aulosen hat endlich eine komplette und nagelneue Küche. Stark gemacht hat sich dafür der Trägerverein um Vorsitzenden Rüdiger Kloth.

Doch warum wird in der Kita nun selbst gekocht? Zum Hintergrund: Der externe Essenlieferant erhöhte zum September des vergangenen Jahres den Essenbeitrag drastisch, beschreibt Kloth die Situation. Er schloss seine Küche in Klötze und belieferte fortan aus Magdeburg. „Die Qualität der Speisen ließ immer mehr zu wünschen übrig. Wir ahnten, dass das nicht mehr lange gut geht und prüften Alternativen“, merkte der Vorsitzende an. Es gab viele Anfragen in der Region, aber alle mit negativem Ergebnis. Die gut 15 Essenportionen würden sich nicht rechnen, hieß es in der Argumentation. Auf der Mitgliederversammlung im Oktober 2013 beschloss der Verein, eine Küche in Eigenregie zu betreiben. Im November kündigte der Essenanbieter den Vertrag zum Jahresende. Ab Januar wurde dann selber gekocht. Zuvor wurden alle zuständigen Behörden, wie Lebensmittelüberwachung, Gesundheitsamt und Gewerbeaufsicht informiert, die sich vor Ort ein Bild machten. Einige Dinge mussten vor Aufnahme des Kochbetriebes sofort geändert werden. Dazu zählten geeignete Kühl- und Tiefkühlmöglichkeiten, die Installation einer Ablufthaube, ein Fettbrandlöscher und verschiedene Ausstattungsgegenstände. Ein Geldinstitut griff dem Verein unter die Arme und spendete Geld für eine Kühl- und Gefrierkombination sowie für Töpfe, Pfannen und Regale.

Doch, was noch fehlte, war die Küche an sich. „Die Ausstattung mit Schränken und anderen Dingen kostet ein ‘Heidengeld’“, sagte Rüdiger Kloth gestern in Aulosen. Unterstützung kam von den ÖSA-Vertretern Björn Bach und Peter Pollozek. Durch ihre Geschäftskontakte kam der Verein „Aland-Zwerge“ in den Genuss von 2000 Euro. Zuzüglich eines Eigenanteils konnte dann die lang ersehnte Küche endlich von einem Unternehmen in Seehausen käuflich erworben werden. „Die zeigten ein Herz für die Kindereinrichtung und machten uns einen guten Preis. Wir haben jetzt eine richtig schöne Markenküche aus Burg in Sachsen-Anhalt“, freut sich Kloth sichtlich. Die Gesamtkosten für die Küche belaufen sich übrigens auf 3650 Euro. Den Aufbau übernahmen die Vereinsmitglieder in Eigenregie, um dadurch die Kosten für die Montage zu senken.

Von Thomas Westermann

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