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Schillerhain soll schöner werden

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Von: Thomas Westermann

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Schillerhain in Seehausen
Für den über 150 Jahre alten Schillerhain in Seehausen sollte nach Auffassung eines Kommunalpolitikers ein Gestaltungskonzept erstellt werden. © Westermann

Seehausen. Seehausens Stadtratsmitglied Peter Brandt hat sich in der Vergangenheit oft darum gekümmert, dass der Springbrunnen im Karpfenteich wieder läuft. Letzterer befindet sich im Schillerhain, den der Kommunalpolitiker ganz und gar nicht mehr als Attraktivität empfindet. Er regte jüngst ein Gestaltungskonzept für den über 150 Jahre alten Park an.

„Darüber sollte im Stadtrat gesprochen werden“, äußerte der Wischestädter während der jüngsten Zusammenkunft des Bau-, Ordnungs- und Umweltausschusses der Hansestadt Seehausen. Was gegenwärtig praktiziert werde, seien überzogene Naturschutzmaßnahmen. „Wir haben den Park von Generation zu Generation vererbt bekommen, künftig müssen wir ihn an die nächsten Generationen weitergeben.“ Zum Hintergrund über den Ärger: Aufgrund von sehr seltenen Käferarten reden nun Naturschützer ein Wörtchen mit. Jede Menge Totholz soll für Lebensräume der besagten Käfer sorgen. Vielen Seehäusern gefällt der Park in dieser Art nicht und schütteln die Köpfe. Irritiert über die Arbeitseinsätze der Naturfreunde vor einigen Wochen ist auch Seehausens Vizebürgermeister und Stadtratsmitglied Dr. Walter Fiedler. „Ich würde zu gern wissen, wer das gestattet hat. Nur einige Leute haben den Schillerhain so umgekrempelt. Als wir von den Seehäuser Einzelhändlern drei Bänke gesponsert bekommen haben, machten wir drei Sitzungen, um festzulegen, wo diese aufgestellt werden könnten. Über die Gestaltung des Schillerhains haben wir auf keiner Versammlung gesprochen. Woher hat die Gruppe die Befugnis zu den Arbeiten bekommen?“, fragt der Kommunalpolitiker. Das Thema sollte im Stadtrat behandelt werden, meinte schließlich Ausschussvorsitzender Willi Hamann.

Seehausens ehrenamtlicher Bürgermeister Detlef Neumann hat auf AZ-Anfrage gegen ein Gestaltungskonzept nichts dagegen. „Es müsse aber die Frage geklärt werden, wer es machen soll? Grundsätzlich ist das in Ordnung, keine Frage.“ Das Stadtoberhaupt erinnerte an die Neupflanzungen im nördlichen Teil des Parks nach den Sturmschäden im Jahr 2017. Damals stimmte er sich mit einem Gartenbaufachbetrieb ab. Und hinsichtlich eines Gestaltungs- oder Sanierungskonzeptes bedürfe es konkreter Vorschläge.

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