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Ein Herz für Menschen in Not

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Von: Thomas Westermann

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Bürgermeister Bernd Prange
Bürgermeister Bernd Prange vor der Karte der Gemeinde Altmärkische Höhe: Die Abgeordneten beschlossen, 25 000 Euro für die Ukraine-Hilfe zu spenden. © Westermann

Altmärkische Höhe. Ein großes Herz für die ukrainischen Flüchtlinge haben die Kommunalpolitiker in der Gemeinde Altmärkische Höhe. Sie fassten in dieser Woche einstimmig den Beschluss, 25 000 Euro zu spenden.

Die Gemeinde Altmärkische Höhe hat im Rahmen des mit dem Windparkbetreiber Gagel abgeschlossenen Rahmensponsoringvertrages die Möglichkeit, jährlich einen Betrag in Höhe von 85 800 Euro für Sponsoringmaßnahmen zu beanspruchen. Und 25 000 Euro sollen den vor dem Krieg geflohenen ukrainischen Menschen zugutekommen. Die Idee dazu hatten die Ratsmitglieder Sascha Wunderlich und Steffen Jüstel, sagte Bürgermeister Bernd Prange auf AZ-Anfrage. Und die traf bei den Abgeordneten auf offene Ohren. Zwar werde der Betrag der nun zur Verfügung stehenden Gelder für Sponsoringmaßnahmen geschmälert, aber „wir bluten nicht aus“. „Wenn Menschen in Not sind, muss denen geholfen werden, das ist wichtiger, als mit dem Geld noch drei Holzbänke mehr im Gemeindegebiet aufzustellen.“ Der Bürgermeister, Jahrgang 1967, hat Krieg nie erlebt, aber kennt die schrecklichen Ereignisse von Erzählungen seines Vaters, der im Zweiten Weltkrieg verwundet wurde. „Das Gesamtinteresse unserer Gemeinde, unserer Gesellschaft ist es, den Flüchtlingen unbürokratisch zu helfen. Hier geht es nicht um die Hilfe eines Einzelnen. Hier geht es um humanitäre Hilfe gegenüber eines ganzen Volkes. Es muss aus sozialpolitischer Sicht unser aller Interesse sein, den Menschen, dem Land, der Ukraine, zu helfen“, formulierte Prange in den Antrag auf Sponsoring- beziehungsweise Spendengeld.

Mit dem Geld soll Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine, aber auch humanitäre Hilfe für Menschen, die im Land geblieben sind, gegeben werden. Hierzulande gelte es, Wohnungen herzurichten und auszustatten und die geflüchteten Menschen mit den nötigen Dingen wie beispielsweise Hygieneartikel zu versorgen, begründet Prange das soziale Engagement der Kommunalpolitiker von der Höhe. Dazu brauche es sowohl Geldspenden als auch Sachspenden. Aber auch die Menschen im Krisengebiet benötigen Unterstützung und auch dafür könne die Spende, die auf das für die Ukraine-Hilfe eingerichtete Konto der Verbandsgemeinde Seehausen geht, unterstützend für die Bereitstellung von diversen Hilfsgütern eingesetzt werden. Die Schwierigkeiten bei der Versorgung im Krisengebiet werden immer größer, Gesundheitseinrichtungen und Apotheken werden kriegsbedingt geschlossen, weiß der ehrenamtliche Bürgermeister Prange.

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