Mit Windrädern und Fotovoltaik einen Beitrag zu Klimaschutzzielen leisten

Aland-Gemeinde will grüner werden

Windräder bei Pollitz
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Ein Vogelschwarm zwischen zwei Anlagen bei Pollitz: Dieser Windpark wird weiter wachsen.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Pollitz. Der Windpark bei Pollitz in der Gemeinde Aland wird weiter wachsen. Derzeit stehen auf dem Gelände fünf Anlagen mit einer Höhe von jeweils 150 Metern.

Bei den weiteren vier Anlagen wollen die Aland-Räte nicht außen vor bleiben, aber Korrekturen vornehmen. Bürgermeister Hans Hildebrandt meinte auf der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in dieser Woche: „Manche Menschen bezeichnen mich als Grünen, aber man kann sich den Klimaschutzzielen nicht verschließen.“ Fakt ist zudem, dass die Windkraftanlagen Geld in die Gemeindekasse spülen. Der Krüdener schaut dabei in Richtung Gemeinde Altmärkische Höhe, die alljährlich „um die 80 000 Euro vom Betreiber des Windparks Gagel“ erhalte.

Doch mit der Höhe von 250 Metern sind die Aland-Volksvertreter nicht einverstanden und wollen einen Kompromiss. Vize-Bürgermeister André Solloch spricht von 220 Metern Höhe, „ansonsten wäre die Lärmbelästigung für die Pollitzer zu hoch“, der selbst Einwohner des Dorfes ist. Die Räte sind sich darüber einig, dass sie die Erweiterung des Windparks nicht verhindern können, da die Fläche als sogenanntes Windeignungsgebiet ausgewiesen ist. Und der erfahrene Kommunalpolitiker vermutet, dass bei den gegenwärtigen vorhandenen fünf Anlagen auch die Höhen von 150 Metern im Zuge von Repowering wachsen werden. Hinsichtlich der Höhenbegrenzung von 220 Metern verweist Solloch auf einen Beschluss des Verbandsgemeinderates Arneburg-Goldbeck, der in dieser Angelegenheit schon Nägel mit Köpfen gemacht hat. „Daran müssen wir uns orientieren.“

Mit Blick auf die umweltfreundliche Energiegewinnung schauen die Aland-Räte auch auf Solaranlagen. Potenzielle Investoren stehen schon auf der Matte. Die Gemeinde will nun eine Zuarbeit machen, welche kommunalen Flächen und Gebäude infrage kämen. Bürgermeister Hildebrandt hat einige Vorschläge: „Möglich wären beispielsweise die Gemeindehäuser in Pollitz und Krüden, der ehemalige Schweinehof in Krüden, die ehemalige Müllkippe in Aulosen und auch der Aulosener Sportplatz. Letzterer hat eine riesige Fläche, die von Frühjahr bis Herbst gemäht werden muss. Das bringt nichts, die Gemeindearbeiter haben wichtigere Aufgaben.“

Hinsichtlich der Fotovoltaikanlagen haben schon verschiedene Privatpersonen in der Gemeinde Aland die Initiative ergriffen. Ganz groß auf Solartechnik setzt Norbert Krebber vom Elbehof im Storchendorf Wahrenberg. Dort sind die Platten auf Dächern installiert.

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