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Langer Atem für L 2-Radweg nötig

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Von: Thomas Westermann

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Mann auf Landesstraße 2
Aland-Bürgermeister Hans Hildebrandt zeigt zwischen Krüden und Scharpenhufe, wo der Radweg an der Landesstraße 2 irgendwann mal verlaufen soll. © Thomas Westermann

Gemeinde Aland. Leidenschaftliche Radtouristen wünschen sich schon seit Langem einen straßenbegleitenden Radweg an der L 2, die teilweise durch die Gemeinde Aland führt – konkret von Vielbaum über Krüden, Scharpenhufe, Pollitz und Wanzer bis nach Aulosen. Aber nicht nur Pedalritter, auch Familien die an der Peripherie der Orte wohnen, möchten für mehr Sicherheit einen Radweg an der viel befahrenen Landesstraße 2. Auf seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat damit.

„Wir wollen einen Radweg“, bekräftigte Bürgermeister Hans Hildebrandt, doch die Umsetzung dürfte wohl noch etliche Zeit dauern. Lisa Weigelt, Wirtschaftsförderin in der Verbandsgemeinde Seehausen, machte deutlich, dass ein Radweg – vorerst zwischen Krüden und Scharpenhufe – über ein aufgelegtes Sonderprogramm Stadt und Land nicht realisiert werden könne, da es überzeichnet sei. Im Klartext: Für die L 2 ist kein Geld mehr im Topf. Mit diesem Sonderprogramm, initiiert vom ehemaligen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), sollen Radfahrende bundesweit unterstützt, geschützt und gestärkt werden. Außerdem soll mehr Verkehr auf den klimafreundlichen Radverkehr verlagert werden – insbesondere im ländlichen Raum.

Eine weitere Möglichkeit bestünde darin, dass die Gemeinde den Radweg in Eigenregie baut und die Bausumme in Höhe von rund einer Million Euro vom Land erstattet bekommt. Risiko und Pflichten würden bei der Kommune liegen. Weigelt gab zu bedenken, dass die Bau- und Planungszeit bei sieben bis zehn Jahren liege. Und es gibt noch ein Problem. Die Nordseite der L 2 liege an der Grenze zum Landschaftsschutzgebiet (LSG) und Biosphärenreservat. Für den Bau müsste eine Herauslösung aus dem LSG erfolgen. Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die Versiegelung der Fläche wären die Folge. Egal wie: „Wir müssen in dieser Sache irgendwie vorankommen und für die Radstrecke schrittweise einen Weg finden“, meinten die Ratsmitglieder Simona Kramer und Harald Rothe.

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