Ausgebaute Alandstraße als Zufahrt benötigt

Geestgottberger Gewerbegebiet von der Autobahn 14 abgeschnitten

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Seit Jahren ist die Alandstraße aufgrund der desolaten Krugseebrücke gesperrt. Für die Betriebe im Geestgottberger Gewerbegebiet ist der Ausbau der Strecke von existenzieller Bedeutung, weil mit dem A-14-Bau auf der gegenwärtigen B 189 keine Zufahrt vorhanden wäre.

Geestgottberg – Mit dem Autobahn-14-Bau könnte das gleich nach der Wende von der damals eigenständigen Gemeinde Geestgottberg ausgewiesene Gewerbegebiet noch wachsen.

Die Kommunalpolitiker um Bürgermeister Karlheinz Kallmeter witterten Anfang der 1990er Jahre Morgenluft und wollten durch die Gewerbesteuern harte D-Mark in die Gemeindekasse bringen.

Mittlerweile dümpelt das Gewerbegebiet mehr oder weniger vor sich hin. Größter Betrieb ist Happy-Beton. Wie dessen geschäftsführender Gesellschafter Felix Manzke gegenüber Kommunalpolitikern verlauten ließ, könnte das Gelände, direkt an der jetzigen B 189 und späteren A 14 gelegen, Zuwachs erfahren. Ein Unternehmen, das damals den Rückzug aus dem Seehäuser Ortsteil Geestgottberg antrat, hat Ambitionen, sich im Zuge des Autobahnbaues wieder dort anzusiedeln.

Allerdings würde der potenzielle Investor genauso wie Manzke Probleme bekommen. Während derzeit das Gewerbegebiet von der B 189 problemlos angefahren werden kann, wäre dies bei der Autobahn nicht möglich, da es keine Abfahrt gebe. Rauf und runter geht es nur bei Seehausen und Vielbaum. Die Fahrzeuge, die das Gewerbegebiet ansteuern, müssten dann die Kreisstraße 1020 nehmen, die dann ertüchtigt sein soll, und weiter über die Ortschaft Geestgottberg fahren.

Die Verkehrsbelastungen wolle man den Einwohnern nicht zumuten, meint Seehausens Verbandsgemeinderatsmitglied Bernd Prange, der gemeinsam mit Stendals Landrat Carsten Wulfänger und Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth Manzke einen Besuch abstattete. Hinzu gesellte sich Thomas Webel, Minister für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalts. Eine Alternative wäre der Ausbau der Alandstraße mit der Krugseebrücke. Letztere ist seit Jahren aufgrund ihres desolaten Zustandes gesperrt. Selbst Radler und Fußgänger dürfen das Bauwerk nicht passieren.

Die Instandsetzung der Brücke ist allerdings im Zuge des A-14-Baues vorgesehen, die der Straße noch nicht. Es sei ein Treppenwitz, wenn die Brücke gemacht werde und die Straße nicht, so Manzke. Falls die Strecke gebaut werden sollte, würde es Entlastung für die Geestgottberger bringen, die Vielbaumer dürften sich über den Verkehr jedoch nicht freuen.

VON THOMAS WESTERMANN

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