„Wir haben das im Blick“

Geestgottberg könnte 2020 an Trinkwassernetz angeschlossen werden

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Etliche Haushalte in dem Seehäuser Ortsteil sind derzeit nicht an das Trinkwassernetz des Wasserverbandes Stendal-Osterburg angeschlossen.

Geestgottberg – Was für die meisten Menschen in Deutschland selbstverständlich ist, ist es in Geestgottberg nicht – die ständige Versorgung mit Trinkwasser aus öffentlichen Leitungen. Im Seehäuser Ortsteil wird teilweise auf Hausbrunnen zurückgegriffen.

Dies bringt zwei Probleme mit sich.

„Einige Hausbrunnen sind aufgrund der langen Trockenheit in den letzten zwei Jahren komplett ausgetrocknet“, ist von Seehausens Bürgermeister Detlef Neumann zu erfahren. Die zweite Schwierigkeit ist, dass das Wasser nicht klar ist. „Waschen kann man mit dem Wasser nicht“, so Neumann weiter.

Grund hierfür sei das fast überall im Grundwasser enthaltene Mangan. „Es ist gesundheitlich völlig unbedenklich, aber das Problem mit dem Waschen ist uns bekannt“, sagt Dieter Schröder. Geschäftsführer des Wasserverbandes Stendal-Osterburg (WVSO). „Wir haben das Thema schon länger auf dem Schirm“, so Schröder weiter. Derzeit erarbeite ein Ingenieurbüro Pläne, um in Geestgottberg alle Haushalte an das zentrale Netz anzuschließen. Hierbei sei das weitläufige Gelände eine Herausforderung.

Bürgermeister Neumann lässt die AZ wissen, dass die Bereitschaft der Geestgottberger groß sei, sich an das Netz anzuschließen, auch wenn das für die Hauseigentümer über Anschlussgebühren mit Kosten verbunden sei. Er bedauert zudem, dass die Wasserversorgung sich nicht im Verantwortungsbereich der Hansestadt Seehausen befindet.

„Rechtlich ist der Wasserverband zuständig. Man ist dort auch sehr bemüht und engagiert. Ich würde mir trotzdem wünschen, dass die Stadt hier ihrerseits Kompetenzen hätte, um Probleme abzugehen und zu beheben.“ Je mehr Haushalte in dem Seehäuser Ortsteil bereits sind, sich an das Netz anzuschließen, desto größer ist laut Neumann die Wahrscheinlichkeit, dass dies auch geschehen wird.

Noch bleibt abzuwarten, ob die Pläne des Wasserverbandes, die Anschlüsse im kommenden Jahr zu legen, auch tatsächlich umgesetzt werden. Das Interesse der Bevölkerung an einem Anschluss ist jedenfalls vorhanden und somit ist ein sehr großer Bedarf hierfür gegeben.

VON TOBIAS HENKE

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