GBS-Geschäftsführerin Sabine Hiller hofft in diesem Jahr auf Mittel aus Stadtsanierungsprogramm

„Wir haben viel Geld ausgegeben“

+
Mit den Sanierungsarbeiten und der Fassadengestaltung am Wohnblock am Seehäuser Schulweg wurde vergangenes Jahr begonnen. Witterungsbedingt konnten die Tätigkeiten jedoch nicht abgeschlossen werden. Demnächst geht es dort weiter.

Seehausen. „Wir haben 2013 genau wie in den Jahren zuvor viel Geld ausgegeben“, berichtet die Geschäftsführerin der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Seehausen (GBS), Sabine Hiller, im Gespräch mit der AZ.

Es sei viel für ein farbenfreudigeres Stadtbild getan worden, wenn auch nicht im Sanierungsgebiet, fügt die Beusteranerin hinzu. Als Vorzeigeobjekt bezeichnet sie das Haus an der Bahnstraße 2, das für rund 170 000 Euro komplett saniert wurde und mit einem barrierefreien Zugang nun behindertengerecht sei.

Auch an vielen weiteren Gebäuden war die GBS als Tochtergesellschaft der Hansestadt Seehausen sehr agil gewesen. So bekamen die Fassaden an den Immobilien am Schulweg 5 bis 7, an der Schulstraße 15a bis c und an der Lindenstraße 54a unter anderem eine neue Fassade. Am Schulweg konnten die Arbeiten witterungsbedingt noch nicht komplett abgeschlossen werden. Eine Fassade wartet noch auf einen Anstrich, zudem stehen Tätigkeiten in den Treppenhäusern an. Rund 400 000 bis 500 000 Euro investierte die GBS im vergangenen Jahr in einige ihrer Häuser. Zudem wurden 15 Wohnungen saniert. Das kostete pro Wohnung zwischen 2000 und 17 000 Euro, schildert die Geschäftsführerin. Die Erneuerung von Elektroleitungen gehörte ebenso dazu wie das Fliesen von Küchen und Bädern sowie die malermäßige Instandsetzung. Nicht zu vergessen die zu den GBS-Grundstücken gehörenden Garagenkomplexe, deren Sanierung vor zwei Jahren begann. Teilweise kamen neue Dächer drauf, und auch die Elektroinstallation war ein Thema.

Auch in diesem Jahr gibt es für die GBS viel zu tun. Investitionen in Höhe von circa 380 000 Euro sind vorgesehen. Sabine Hiller hofft auf die Bereitstellung von Mitteln aus dem Stadtsanierungsprogramm, denn es sollen Häuser im Sanierungsgebiet auf Vordermann gebracht werden. Dazu gehören das Torwächterhaus an der Beusterstraße, das Gebäude an der Kleinen Brüderstraße 15 und die Immobilie an der Mühlenstraße (Museumshof). „Vernünftige Parkflächen“ sollen am Wohnblock der Lindenstraße 25 bis 31 geschaffen werden. „Die haben bisher nur Trabimaß und sind unbefestigt“, meint die GBS-Geschäftsführerin. Ebenso ist dort eine neue Zuwegung vorgesehen. Laufende Instandsetzungmaßnahmen stehen wie jedes Jahr wieder auf der Vorhabenliste. Was für die GBS kostenintensiv wird, ist die Auflage, sämtliche Wohnungen mit Rauchmeldern auszustatten. Für einen interessierten Häuslebauer hat die Gesellschaft übrigens noch ein rund 700 Quadratmeter großes Baugrundstück am Köppenberg anzubieten. Zwölf Parzellen konnten „An der Ziegelwiese“ mit schmucken Häusern bebaut werden, das 13. und letzte warten nun auf einen Käufer.

Die GBS besitzt in der Hansestadt genau 476 Wohnungen, hat dort drei Gewerbeobjekte und verwaltet 71 Eigentumswohnungen. Hinzu kommen 150 Fremdverwaltungen, die über die Seehäuser Grenzen hinausreichen und sich bis Thielbeer und Arendsee erstrecken.

Von Thomas Westermann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare