Höhe-Gemeinde stellt keine kommunalen Flächen dafür zur Verfügung

Funkmast am Sportplatz vom Tisch

Bernd Prange an einer Karte.
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Bernd Prange mit dem Finger auf der Karte bei Bretsch: Der Funkturm am Sportplatz ist vom Tisch.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Bretsch. Ein Telekommunikatsunternehmen hatte die Absicht, am Sportplatz in Bretsch für eine bessere Mobilfunkversorgung einen Funkmast zu installieren. Das fanden verschiedene Einwohner aufgrund der Nähe zur Wohnbebauung nicht gut. Gesundheitliche Bedenken spielen dabei eine Rolle.

Bernd Prange, Bürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe, und seine ehrenamtlichen Ratsmitglieder wollten eine Fläche am besagten Areal zur Verfügung stellen und handelten nach bestem Gewissen. Doch das kam bei den Bretschern nicht sonderlich gut an und initiierten eine Unterschriftenaktion gegen den Standort. Ihrer Meinung nach wäre der Funkturm an der Peripherie des Ortes besser geeignet. „Wir Gemeinderatsmitglieder haben es gut gemeint und wollten eine kommunale Fläche für eine bessere Telekommunikationsversorgung anbieten“, sagte Bürgermeister Prange gegenüber der AZ. Doch der Einwohnerprotest blieb von den Kommunalpolitikern nicht ungehört. Das Thema wurde jüngst von der Tagesordnung genommen und ein Vor-Ort-Termin am Sportplatz in dieser Woche mit Anwohnern und Räten anberaumt. Dort machte Prange deutlich, dass „für den Funkmast keine gemeindlichen Flächen zur Verfügung gestellt werden“. „Der Sportplatz ist dafür kein Thema mehr“, äußerte der Bürgermeister. Das Unternehmen muss sich nun auf neue Standortsuche begeben. Eine Bretscherin hätte sich gewünscht, wenn die Einwohner bei derartigen sensiblen Themen im Vorfeld mit einbezogen würden. Doch da hat das Gemeindeoberhaupt eine klare Aussage gemacht. „Alle kommunalen Belange werden in Ratssitzungen behandelt, die öffentlich sind. Doch wir Räte sind fast immer unter uns. Einwohner der Gemeinde Altmärkische Höhe sind selten zu Gast.“

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