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Für 70 km/h auf der sanierten K 1020

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Von: Thomas Westermann

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Kreisstraße 1020 bei Seehausen
Bei Feldneuendorf gilt die 70-km/h-Regelung. Linke und Grüne des Seehäuser Stadtrates möchten durchgehend auf der sanierten K 1020 nur 70 Stundenkilometer zulassen. Dies soll auch der Sicherheit von Radlern dienen. © Westermann

Seehausen. Streckenweise kann auf einem im Dezember fertiggestellten Teilstück der Kreisstraße 1020 zwischen dem Abzweig Beuster und der Seehäuser Zollbrücke mit 100 km/h gefahren werden. Bestimmte Bereiche haben eine 50-km/h- beziehungsweise 70-km/h-Regelung. Kathrin Baier und Susanne Bohlander von der Seehäuser Stadtratsfraktion Die Linke-Bündnis 90/Die Grünen finden das nicht akzeptabel. Beide Frauen bringen diesbezüglich einen Antrag ein, in dem sie eine einheitliche Geschwindigkeitsregel fordern und über den die Kommunalpolitiker beraten möchten.

Dieser ständige und kurzzeitige Wechsel zwischen Festlegen und Aufheben der Geschwindigkeitsbegrenzung sei nicht sinnvoll, finden die Frauen. Es bestehe die Gefahr, dass Autofahrer bei diesem ständigen Wechsel und derart kurzen unterschiedlich festgelegten Abschnitten nicht abbremsen auf die zulässige Geschwindigkeit und damit die Geschwindigkeitsbegrenzungen im Bereich der Bushaltestellen, Ortschaften und Einmündungen nicht eingehalten werden. Es handele sich bei den Abschnitten ohne Geschwindigkeitsbegrenzung um zwei sehr kurze Strecken von 400 und 470 Metern. Der dritte Abschnitt sei zwar 1,4 Kilometer lang, habe aber mittendrin eine Kurve, die laut Verkehrsschild als Gefahrenstelle gekennzeichnet sei und wo vermutlich eine Reduzierung der Geschwindigkeit aus diesem Grund angebracht ist. Eine Anpassung der Geschwindigkeit auf durchgehend 70 km/h sei auch in Anbetracht anderer Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger wünschenswert. Die K 1020 sei nach der Sanierung lediglich circa 50 Zentimeter breiter. Hinzu komme: Der überwiegend gerade Verlauf der Straße und der neue Asphalt motivieren zum Schnellfahren.

Die Fraktion Die Linke- Bündnis90/Die Grünen befürwortet aus diesen Gründen eine Festlegung auf 70 km/h Höchstgeschwindigkeit für den gesamten sanierten Abschnitt der K 1020. Die Festlegung von Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Kreisstraßen sei zwar Sache des Kreises, jedoch könne der Stadtrat sich gegenüber der zuständigen Behörde mit seinen begründeten Bedenken äußern und um eine Änderung bitten – im Interesse der Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern und im Interesse der Anwohner an der K 1020. Zu dieser Thematik beraten in der nächsten Woche die Fachausschüsse.

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