Forstliche Maßnahme im Revier Bömenzien zur Waldbrandvorsorge

Kiefern knicken am Grenzweg um

Drei Männer vor einem Harvester.
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Forstreferendar Ansgar Kruse (v.l.), Bömenziens Revierleiter Stefan Kaiser und Jörg Behle, der den hoch technisierten Harvester bedient, besprechen die nächsten Arbeitsschritte hinsichtlich der Waldbrandvorsorge.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Bömenzien. Holzerntemaßnahmen zur Waldbrandvorsorge werden derzeit im Revier Bömenzien des Betreuungsforstamtes Nordöstliche Altmark vorgenommen. Als zuständiger Revierleiter koordiniert Stefan Kaiser den Einsatz des Harvesters, einer hoch technisierten Holzerntemaschine.

Eine ähnliche Maßnahme gab es bereits zuvor in der Gemarkung Zießau im Revier Arendsee. Zum Hintergrund: An der ehemaligen innerdeutschen Grenze ist im Laufe der vergangenen Jahre der alte Grenzweg mehr und mehr durch Kiefern zugewachsen und die Befahrbarkeit somit stark eingeschränkt. Die forstliche Maßnahme dient der Verbesserung der Nutzung der Strecke und soll die Befahrbarkeit durch die Feuerwehr sicherstellen. Dabei sind ein Großwaldbesitzer, fünf weitere Kleinprivatwaldbesitzer sowie die Stiftung Umwelt-, Natur- und Klimaschutz (SUNK) mit ihren Flächen beteiligt. Das Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt mit seinen Betreuungsforstämtern ist als untere Forstbehörde für den vorbeugenden Waldbrandschutz nach Landeswaldgesetz zuständig.

Kaiser kann sich noch gut an den Waldbrand im Frühjahr 2018 bei Bömenzien erinnern. „Damals hatten es die großen Fahrzeuge der Seehäuser Feuerwehr schwer, weil der Weg von den Bäumen zugewachsen war“, erzählt er im AZ-Gespräch. Der Revierleiter machte zudem darauf aufmerksam, dass die Maßnahme keine Waldumwandlung sei. Es gehe lediglich darum, ein Lichtraumprofil für den vorbeugenden Brandschutz herzustellen. Im Revier Bömenzien werden auf einer Länge von 4,6 Kilometern beidseitig auf einer Breite von zweieinhalb Metern die etwa 30 Jahre alten Kiefern beseitigt.

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