Stadtrat votiert einstimmig

Forderungen bei A-14-Bau unzureichend erfüllt: Seehausen zieht vor Gericht

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Mit dem A-14-Bau wird die K 1020 zur Ausweichstrecke, auf der pro Tag 3000 Fahrzeuge rollen sollen.

Seehausen – Die Forderungen der Hansestadt Seehausen hinsichtlich des A-14-Baues sind für die Kommunalpolitiker nicht genügend berücksichtigt. Nun soll geklagt werden. Einstimmig votierte der Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung dafür.

Von den insgesamt 32 aufgemachten Forderungen wurden lediglich elf erfüllt.

Dazu gehört beispielsweise der Ausbau der jetzigen Kreisstraße 1020 zwischen Losenrade und Seehausen und die Aufstufung dieser Kreisstraße zur Landesstraße. Der Ausbau der Strecke müsste laut Susanne Bohlander (Bündnis 90/Die Grünen) schon im Vorfeld des A-14-Baues umgesetzt werden, da die Straße dann die Ausweichvariante für die jetzige B 189 sei, auf der die A 14 verlaufen wird. Sie geht davon aus, dass rund 3000 Fahrzeuge pro Tag auf der K 1020 rollen werden.

Von der Hansestadt geforderte Schallschutzmaßnahmen an der Strecke sollten unbedingt umgesetzt werden, macht Losenraderin Bohlander deutlich. Doch der Planungsträger sieht es offensichtlich anders. So wurde beispielsweise die Forderung nach Schallschutz an der K 1020 im Bereich Hohe Geest/Geestgottberg abgelehnt. „Nicht Gegenstand der Maßnahme“ lautet die lapidare Begründung, die für die Seehäuser Volksvertreter nicht nachvollziehbar ist.

Das Gemeinwohl der Bürger werde missachtet, es sei eine Dreistigkeit, heißt es in der Argumentation für die Klage, die über den Rechtsschutz finanziert werden soll. Am 7. Mai wird der Verbandsgemeinderat Seehausen über eine Klage befinden.

VON THOMAS WESTERMANN

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