Behrendscher Weg wird für 13 000 Euro nur repariert

Flickschusterei statt Neubau

Ein Ausbau des Behrendschen Weges ist nicht möglich. Stattdessen sollen dort für 13 000 Euro Reparaturen zwecks Anbindung der Grundstücke vorgenommen werden. Foto: Westermann

Seehausen. Der Behrendsche Weg zwischen Seehausen und dem Ortsteil Behrend wird nicht grundhaft ausgebaut. Dafür fehlen die finanziellen Mittel, wie auf der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderates zur Sprache kam.

Bereits im Vorfeld informierten sich Ausschüsse vor Ort über den Zustand dieser Ortsverbindungsstrecke. Guido Mertens, Bauamtsleiter der Verbandsgemeinde Seehausen, rechnete schon mal verschiedene Varianten für die vor etwa zehn Jahren befestige Straße durch. Die Summen haben astronomische Ausmaße für die ohnehin klammen Kassen. Ging Mertens ursprünglich von 428 000 Euro für eine neue Tragdeckschicht aus, so belaufen sich die Kosten neuerdings auf rund 500 000 Euro. Zwar könnte für die Arbeiten ein Programm mit bis zu 65 Prozent Förderung in Anspruch genommen werden, dennoch würde sich der Eigenanteil auf etwa 227 000 Euro bewegen. Im Haushalt aber steht jedoch nur die schlaffe Summe von 13 000 Euro zur Verfügung. Not macht bekanntlich erfinderisch – und so werden die 13 000 Euro für eine Heiß-Bitumen-Reparatur zwecks Anbindung der Grundstücke Verwendung finden. In Teilbereichen sollen die Reparaturen bis zum letzten Haus vorgenommen werden, so der einstimmige Beschluss.

Udo Seidel, einstiger Bürgermeister der Gemeinde Schönberg und nunmehr Verbandsgemeinderatsmitglied, regte an, sämtliche Straßen, die sich in Trägerschaft der Verbandsgemeinde befinden, auf Schäden zu überprüfen.

Von Thomas Westermann

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