Pokal an Losenrader Truppe nachträglich überreicht / Landrat: Brandschützer des Elbe-Ortes auch fachlich und kulturell eine Größe

Feuerwehrsport: Schnelle Frauen beweisen Geduld

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Die Kreissiegerinnen im Löschangriff: Lara Ordon (v.l.), Saskia Duckstein, Stefanie Fuchs, Ailien Zimzick und Anne Rößler.

Losenrade. Sie halten ihn endlich in Händen, den Wanderpokal im Feuerwehrsport. Weil der Pott im Sommer aus irgendwelchen Gründen noch nicht zur Verfügung stand, rückte Landrat Carsten Wulfänger nun höchstselbst nach Losenrade an und übergab ihn nachträglich.

Die Frauen des Elbe-Ortes gehören seit geraumer Zeit zu den Topmannschaften in östlicher Altmark und Elbe-Havel-Winkel, was sie erst wieder mit ihrem Sieg beim Kreisfeuerwehrtag im Juli in Lüderitz unter Beweis stellten. Die Freude bei Lara Ordon, Saskia Duckstein, Stefanie Fuchs, Ailien Zimzick, Anne Rößler und weiteren Aktiven ist groß. Auch Eichstedter Karlheinz Schwerin vom Kreisfeuerwehrverband gratulierte.

„Seit circa zehn Jahren sind die Frauen der Losenrader Feuerwehr im Sport- und Wettkampfbereich tätig. Die Teilnahme an zwei Deutschen Meisterschaften, 2012 in Cottbus und 2016 in Rostock, zählen zu den Höhepunkten in der Laufbahn der aktiven Frauen“, informiert Franka Hirsch für die Truppe. Die Saison 2018 steckt in den Startlöchern, die Vorbereitungen laufen bereits. Schwerin war bei der jährlichen Hauptversammlung der Feuerwehr Losenrade sichtlich gerührt. „Er begleitet die Frauen mit seinem Fachwissen im Bereich Wettkampf und Feuerwehrsport schon von Anfang an.“ Nun wolle und müsse Schwerin kürzertreten, das Zepter für den Feuerwehrsport im Kreisverband übernehme ein anderer.

Neben sportlichen Leistungen lobte der Landrat den Ausbildungsstand der Losenrader Brandschützer. Auch eine Kinderwehr existiert. Kristin Nazar hat elf Kinder unter ihren Fittichen, wobei nicht der gesamte Nachwuchs direkt aus Losenrade kommt. In spielerischen Übungen werde den Kindern vor allem Erste Hilfe, der richtige Umgang mit Feuer und feuerwehrtechnischen Geräten vermittelt. Das alljährliche Zeltlager im Sommer in Havelberg bildet schon traditionell den Höhepunkt der Kinder- und Jugendarbeit.

Wehrleiter Ingo Nazar berichtet von zehn Einsätzen im vergangenen Jahr. Sturmschäden, Autounfälle und kleine Brände hielten die Floriansjünger auf Trab. Dabei sei eines hervorzuheben: Die Einsatzbereitschaft bestehe auch unter der Woche, längst keine Selbstverständlichkeit mehr.

Das gelte auch für das kulturelle Leben in der eher dünn besiedelten Gegend. Feuerwehr und deren Förderverein hätten auch 2017 zahlreiche Veranstaltungen organisiert und unterstützt. Für dieses Jahr steht der Anstrich des Feuerwehrgerätehauses auf dem Plan, den die Kameraden eigenständig erledigen wollen. Einige wichtige Termine für dieses Jahr seien genannt: Das Himmelfahrtsfest am 10. Mai steht bereits fest im Kalender. Das Dorffest findet im August statt und die Halloweenparty wie gewohnt im Oktober.

Von Marco Hertzfeld

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