Für Bürgermeister Kloth steht Hochwasserschutz über „Natura“-Verordnung

Feuer frei auf Schwarzwild

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Die Deichpflege ist laut Kloth für den Hochwasserschutz wichtig. Zum Einsatz kommen dabei auch Schafe.

Seehausen. So richtig überzeugt ist Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (CDU) von der Schutzverordnung „Natura 2000“ nicht.

„In den letzten Jahrzehnten haben sich die Naturräume der betreffenden Gebiete in der Verbandsgemeinde Seehausen auch ohne ‘Natura-2000-Verordnung’ sehr positiv entwickelt. An der Rückkehr von Eisvogel, Biber und anderen Tier- und Pflanzenarten ist das deutlich erkennbar. Sowohl die Bevölkerung im Allgemeinen als auch die verschiedenen Akteure im Speziellen – wie beispielsweise Landwirte, Angler und Jäger – haben ganz erheblichen Anteil an dieser positiven Entwicklung“, sagt der Verwaltungschef.

Für Kloth habe der Hochwasserschutz oberste Priorität und stehe somit über der Verordnung. Die Gewässerunterhaltung müsse Vorrang haben, damit keine Verschlechterung des Gewässerabflusses eintrete. Zudem sei bei der Sanierung von Deichen darauf zu achten, dass dort die bewährte Graseinsaat eingebracht werde, denn die wichtigste Schutzfunktion vor Erosion am Deich sei die Grasnarbe. Und für den Aulosener müsse die Mahd entsprechend des Aufwuchses realisiert werden. Es dürfe dabei keine Einschränkungen geben.

Der Christdemokrat erwähnt hinsichtlich des Hochwasserschutzes auch die Schwarzwildbestände, die weiter steigen und dadurch zu erhöhten Schäden an den Deichen führen werden. Kloth weiß, dass in der Vergangenheit die Population von Waschbär, Marder, Marderhund und Mink „enorm angestiegen sind“. Dadurch gehe der Bestand an Niederwild und Vögeln immer mehr zurück. Deshalb sollte die Jagd auf Schwarz- und Raubwild in den Schutzgebieten nicht eingeschränkt werden.

Von Thomas Westermann

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