FDP-Bundespolitiker Dr. Marcus Faber möchte Sanierung unterstützen

Waldbad „durchaus förderfähig“

Drei Männer im Seehäuser Waldbad
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Der Vorsitzende des Seehäuser Waldbad-Fördervereins, Dr. Walter Fiedler (v.r.), zeigt FDP-Bundestagsmitglied Dr. Marcus Faber und Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth die Schäden im Becken.
  • Thomas Westermann
    vonThomas Westermann
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Seit vielen Jahren bemühen sich die Hansestadt Seehausen und der Förderverein für das Waldbad vergeblich, um ein Förderprogramm für die so dringende Sanierung der beliebten Freizeitstätte im Schillerhain nutzen zu können. Nun haben die Förderer um Vorsitzenden Dr. Walter Fiedler den FDP-Bundestagsabgeordneten Dr. Marcus Faber mit ins Boot geholt.

Der Stendaler Politiker besuchte in dieser Woche das Bad und ließ sich vom Fördervereinschef und einigen seiner Mitstreiter das Objekt zeigen. Um es schon vorwegzunehmen, der 37-Jährige hält die Freizeiteinrichtung für „durchaus förderfähig“. Diesbezüglich will er ein Schreiben an den Bundesinnenminister verfassen und erreichen, dass das Waldbad „höher priorisiert wird“. Nach Gesprächen mit Haushaltsausschussmitgliedern soll es nicht ausgeschlossen sein, dass es eine weitere Auflage für das Förderprogramm gebe. Eine Entscheidung darüber soll bis Juli fallen.

Fakt sei, dass das Waldbad Tradition habe, macht Dr. Fiedler immer wieder deutlich, auch beim Dr.-Faber-Besuch. Immerhin wurde das Freibad 1938 vom damaligen Reichsarbeitsdienst geschaffen. Die Seehäuser Stadtväter konnten wählen, ob eine Wasser- und Abwasserversorgung errichtet wird oder das Waldbad. Für Letzteres votierten dann die Kommunalpolitiker. Dr. Fiedler weiter: Im Nationalsozialismus sei das Bad errichtet worden, im real existierenden Sozialismus, sprich in der DDR, konnte die Freizeitstätte erhalten werden. Der Vereinschef erinnerte an den Bau der Filteranlage in den 1970er-Jahren durch den Betrieb LIA (Landwirtschaftliche Industrieanlagen). „Und jetzt fehlen zwei Millionen Euro, um das Bad sanieren zu können.“ Und der Seehäuser ist sich sicher. „Würde es den Förderverein mit seinen rund 90 engagierten Mitgliedern nichtgeben, wäre das Bad schon zu.“

Der Vereinschef nennt noch einige Zahlen und Fakten: In jeder Badesaison fallen für die Stadt 50 000 bis 55 000 Euro Kosten an. Die Einnahmen belaufen sich auf rund 25 000 Euro. In der Saison besuchen 15 000 bis 20 000 Männer, Frauen und Kinder das Bad. Nicht zuletzt machte Dr. Fiedler auf die Bedeutung und Wichtigkeit des Schwimmenlernens aufmerksam, das auch in Seehausen möglich ist. Laut Plan soll die Badesaison 2021 am 29. Mai im Schillerhain beginnen. Ob das tatsächlich umgesetzt werden könne, hänge von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie ab.

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