82-Jährige aus Vielbaum fällt auf „neue Masche“ herein

Falsche Polizisten bestehlen Seniorin

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Einen Ehering dieser Art, weiteren wertvollen Schmuck und Bargeld haben die falschen „Kriminalbeamten“ erbeutet.

Seehausen. Diese Masche hat die hiesige Polizei auch noch nicht erlebt: Sie stellen sich als Kriminalbeamte vor, klingeln an der Haustür und erzählen einer alten Frau, dass es mehrere Einbrüche gab und sie prüfen müssten, ob auch sie betroffen sei.

Das ist die neueste Masche von Betrügern, auf die am Mittwoch eine 82-Jährige in Vielbaum bei Seehausen her-eingefallen ist.

Die angeblichen Kripo-Beamten forderten die Seniorin auf, Schmuck und Geld zu holen, damit sie dies prüfen könnten. Die Frau war abgelenkt, sodass die Betrüger letztlich mehrere hundert Euro, einen Ehering aus 333er Gold, eine feingliedrige Kette aus 585er Gold und zwei Goldringe mit rotem, ovalen bzw. fliederfarbigen Stein erbeuten konnten. Das auffälligste Diebesgut ist ein sogenannter Grandel-Anhänger (in Gold eingefasste, ca. 8 Millimeter lange Hirschzähne).

Ein dritter Täter saß in einem graublauen Pkw (Limousine). Die Tat ereignete sich zwischen 13.30 und 13.45 Uhr.

Der Haupttäter ist 45 bis 55 Jahre alt, ca. 1,70 bis 1,75 Meter groß, untersetzt und trug kurzes dunkleres Haar, eine lange Hose und eine Übergangsjacke. Er sprach ortsüblichen Dialekt und trug auf der rechten Hand einen weißen Einweghandschuh. Er war der Wortführer, der sich mit einem „Ausweis“ als Kriminalbeamter ausgab.

Angaben zum Mittäter: 35 bis 45 Jahre, ca. 1,75 bis 1,80 Meter groß, schlank, hellbraunes Haar, Brille (bräunliches Gestell, helle Gläser), bekleidet mit einem mittelbraunen Pullover. Auch er sprach einen ortsüblichen Dialekt.

Nach der Tat stiegen die Kriminellen in das Auto, das jetzt aus Richtung Seehausen kam, ca. 25 Meter vom Grundstück der Rentnerin entfernt, ein. Der Wagen fuhr laut Polizei in Richtung Krüden davon.

Die Polizei fragt:

m Wer hat zur Tatzeit das beschriebene Fahrzeug in Vielbaum oder Umgebung gesehen und kann Angaben zum Typ und Kennzeichen machen?

m Wer weiß etwas zu den Tatverdächtigen und dem Verbleib des Diebesgutes?

Die Kriminalpolizei rät:

m Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen / Polizeibeamten einen Dienstausweis und prüfen Sie diesen sorgfältig.

m Achten Sie dabei auf das Foto, den Stempel der Dienststelle und den Druck. Bei Kriminalisten muss die Ausweisnummer identisch sein mit der Nummer auf der Dienstmarke. Lassen Sie sich beides zeigen.

m Sollten Zweifel aufkommen, lassen Sie diese Person nicht in Ihre Wohnung und rufen Sie bei der Behörde / Dienststelle der angeblichen Amtsperson an. Suchen Sie die relevante Telefonnummer selbst heraus.

Von Ulrike Meineke

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