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Erfolgsgeschichte auf Rittergut

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Sehr viel Beifall gab es für die Line-Dance-Gruppe der Einrichtung. Mehrere Zugaben wurden von den Besuchern gewünscht und natürlich auch gegeben.
Sehr viel Beifall gab es für die Line-Dance-Gruppe der Einrichtung. Mehrere Zugaben wurden von den Besuchern gewünscht und natürlich auch gegeben. © Schaffer

Priemern. Hunderte von Besuchern fanden sich auf dem Gelände des Sozialtherapeutischen Zentrums Gut Priemern (STZ) ein, um zusammen mit den Bewohnern dieser Einrichtung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Sachsen-Anhalt den 15. Jahrestag zu feiern. Als gegen 10.

30 Uhr der Geschäftsführer Uwe Lenz die Begrüßung der Bewohner, Gäste und Ehrengäste vornahm, war kaum noch ein Platz im großen Festzelt frei. In seinem Rückblick ging er darauf ein, dass die Erfolgsgeschichte 1997 mit der Gründung des STZ begann.

Das historische Rittergut wurde umgebaut, komplett saniert und 30 Plätze entstanden damals. Der anwesende Landrat Jörg Hellmuth erinnerte sich in seinen Grußworten daran, wie er zusammen mit Uwe Lenz am 14. April 1997 einen Wildlings-Ahornbaum auf dem Gelände pflanzte, der sich inzwischen wie die Einrichtung prächtig entwickelt hat. Zurzeit gehören acht Wohn-und Therapieprojekte der Jugend- und Behindertenhilfe, ein Zweckbetrieb, eine Lehrküche und ein Begegnungscafé an vier verschiedenen Standorten zu der gemeinnützigen Gesellschaft. Derzeit werden 106 Menschen im Alter zwischen 15 und 83 Jahren betreut. Hinzu kommen jährlich 20 Teilnehmer in verschiedenen Beschäftigungsprojekten. 82 Mitarbeiter und 30 Ehrenamtliche sind im STZ tätig. Außerdem wurde seit dem 1. Juli die Trägerschaft für die Stendaler Tafel samt Außenstellen übernommen. Lobend sprach sich über diese Erfolgsgeschichte auch Dr. Michael Reiser, Vorsitzender des Vorstandes vom Paritätischen Sachsen-Anhalt, aus.

Die Osterburger Blasmusikanten eröffneten dann das prall gefüllte Veranstaltungsprogramm. Nach dem zweiten Frühstück bei Kaffee und Kuchen zog es viele der Besucher zu einer Erkundung auf das Gelände oder aber sie schlossen sich einer der stündlich durchgeführten Führungen durch Mitarbeiter des Hauses an. Wer lieber die Stille bevorzugte, für den war ein Gang durch den sehr gepflegten Garten mit seinem Buchsbaumbestand angesagt. An verschiedenen Infopunkten konnte man sich über die Arbeit in den Therapiebereichen kundig machen oder aber mit den Mitarbeitern darüber ins Gespräch kommen. Für das leibliche Wohl war bestens mit Krustenbraten, Kassler, Bratwurst oder Kartoffelsuppe gesorgt. Waffeln, Kaffee und Kuchen sowie Kaltgetränke vervollständigten das vielfältige Angebot. Gegen 13 Uhr bat der Bürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe, Bernd Prange, den Geschäftsführer auf die „Bühne“. Damit er sich sein Gut Priemern auch einmal aus der Luft ansehen solle, schenkte er ihm einen Gutschein für einen einstündigen Flug in der Region.

Am Nachmittag hatte die Line-Dance-Gruppe des STZ ihren großen Auftritt, der mit sehr viel Beifall belegt wurde. „Wei schnack Platt“, so nannte sich die Schülergruppe unter Leitung von Heike Kurtze aus der Flessauer Grundschule, die mit sehr viel Engagement die Mundart Platt der Region vortrugen. Nach ihrem Auftritt wurden die Osterburger Blasmusikanten von der Gruppe „No limit“ abgelöst. In das Programm des Tages hatte sich auch der Reiterhof Neulingen mit Sitz in Losse eingebracht. Fahrten mit einer wunderschönen Kutsche, gezogen von zwei schwarzen Friesen, wurden gern genutzt. Natürlich dachte man auch an die Kinder und ihre Bedürfnisse. Mal-und Bastelstrecken, eine Hüpfburg und ein Schminkstand sorgten dafür, dass es den Kleinen nicht langweilig wurde. „Ein sehr schönes Fest und Respekt vor den Mitarbeitern aus allen Einrichtungen, die an diesem Tag dafür sorgten, dass das Buch der Erfolgsgeschichte dieser Einrichtung um eine weitere Seiten bereichert wurde“, so ein begeisterter Besucher. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Von Walter Schaffer

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