Erfahrener Landespolitiker will neuen Verbandsgemeindebürgermeister Robert Reck unterstützen

Erben: „Netzwerke knüpfen“

Seehausens neuer Verbandsgemeindebürgermeister Robert Reck (v.r.) und der erfahrene Landespolitikprofi Rüdiger Erben statteten der Fleischerei von Kurt Wohlfahrt einen Besuch ab. Letzterer holte sich bei verschiedenen Wettbewerben diverse Preise, darunter auch den Deutschen Meistertitel für seine Bratwurst. Foto: Westermann

Seehausen. Prominente Unterstützung bei seiner Arbeit bekommt der neue Seehäuser Verbandsgemeindebürgermeister Robert Reck.

Rüdiger Erben, seines Zeichens stellvertretender Vorsitzender der sachsen-anhaltinischen SPD-Landtagsfraktion und deren innenpolitischer Sprecher, möchte den neuen Verwaltungschef im Rathaus der Hansestadt beim Neubeginn unter die Arme greifen. Gestern stattete der Landespolitiker Robert Reck einen Antrittsbesuch ab. Man müsse das Rad nicht neu erfinden, meint der 45-jährige Erben und will dem in der Kommunalpolitik neu Tätigen mit Rat und Tipps behilflich sein, um eventuelle Fehler zu verhindern. Es sei nicht selbstverständlich, dass ein junger Mensch die Wahl gewinne und da sollte man zur Seite stehen. Rüdiger Erben will sich persönlich für den Beusteraner einsetzen.

„Ich war von 1994 bis 2001 Leiter der Verwaltungsgemeinschaft Weißenfels. Bei meinem Amtsantritt zählte ich 26 Jahre und war fast genauso alt wie Robert Reck“, erzählte er gestern. Letzterer ist übrigens 28 Jahre alt und freut sich über die Hilfe. „Wir haben die ganze Bandbreite der Kommunalpolitik im Gespräch behandelt“, ergänzt Erben. Dabei ging es auch um die Freiwilligen Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Seehausen, die von der Anzahl her zu den größten in Sachsen-Anhalt gehören.

Die ersten Tipps von dem erfahrenen Landespolitiker bekam Robert Reck schon gestern. Erben regte beispielsweise an, mit anderen Verbandsgemeinden in Sachsen-Anhalt mehr zu kooperieren. Dabei könnten Erfahrungen besser ausgetauscht werden. Zudem sollte man Netzwerke knüpfen, um auf sich aufmerksam zu machen. Und aufgrund der Gesetzlichkeiten steht für Rüdiger Erben fest, dass die Verbandsgemeinden und Einheitsgemeinden in Sachsen Anhalt Bestand haben und nicht von der Politik zerschlagen werden.

Nach derart viel Gesprächsstoff mussten sich Reck und Erben erst einmal die Beine vertreten und schlenderten zur Fleischerei Wohlfahrt an der Beusterstraße. Der Landespolitiker wurde bei zwei vorangegangenen Besuchen auf die Qualitätsprodukte des Fleischers aufmerksam und wollte sich vor Ort ein Bild machen. Zudem kam ihm zu Ohren, dass Wohlfahrt mit seinen Erzeugnissen erfolgreich an Messen und Wettbewerben teilgenommen hat. So holte er sich unter anderem im vergangenen Jahr in der Normandie in Frankreich den Deutschen Meistertitel für seine Bratwurst. Im Jahr zuvor bekam der Seehäuser den Grand Prix D‘Honneur. Gold und Silber erzielte Wohlfahrt bei Wettbewerben unter anderem in Frankfurt/Main und in den Niederlanden. Das Probieren der Bratwurst war für Erben und Reck dann letztlich eine Selbstverständlichkeit.

Von Thomas Westermann

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