SPD will Initiative starten und Mittel im Etat einstellen, um Raupenplage den Garaus zu machen

EPS-Bekämpfung in Landeshand

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Eine kostspielige Sache: Aus der Luft und zu Boden werden seit einigen Jahren in der Verbandsgemeinde Seehausen die Raupen des Eichenprozessionsspinners bekämpft.

Seehausen. Die giftigen Nesselhaare der Raupen des Eichenprozessionsspinners (EPS) machen seit Jahren vielen Menschen in der Verbandsgemeinde Seehausen zu schaffen. Etliche Bewohner in der nördlichen Altmark haben dadurch gesundheitliche Beeinträchtigungen.

Verantwortliche der Verbandsgemeinde Seehausen und des Landkreises Stendal bekämpfen die Raupenplage seit Jahren von der Luft und vom Boden aus, doch Herr der Lage werden sie nicht. Vorsorglich und zur Vorsicht mahnend wurden an Radwegen wie beispielsweise an der Bundesstraße 189 zwischen Osterburg und Seehausen Verkehrsschilder aufgestellt, die auf das Vorkommen der Raupen des Nachtfalters hinweisen.

Die Verbandsgemeinde Seehausen hat in diesem Jahr um die 35 000 Euro für die Bekämpfung im Haushalt eingestellt und ausgegeben. „Damit stoßen wir an unsere finanziellen Grenzen“, meint Bürgermeister Robert Reck, der sich in Sachen EPS-Bekämpfung Unterstützung vom Land wünscht.

Zum einen könnte es die Federführung übernehmen. Eine Möglichkeit wäre auch die Bereitstellung von Zuschüssen. Die Problematik im Norden Sachsen-Anhalts sei sowohl dem Umwelt- als auch dem Sozialministerium bekannt, getan habe sich bisher nichts, ärgert sich der Verwaltungschef. Doch es könnte Bewegung in die Angelegenheit kommen. Die beiden SPD-Politiker Rüdiger Erben und Ralf Bergmann wollen eine Initiative starten, dass das Land die Federführung bei der EPS-Bekämpfung übernimmt. Mittel dafür sollen im Doppelhaushalt 2015/2016 eingestellt werden, sagten die Sozialdemokraten bei ihrem Besuch in dieser Woche in Seehausen. Dafür wolle sich die Fraktion stark machen. Sowohl Erben als auch Bergmann geben sich optimistisch, dass die Finanzierung möglich sei.

Von Thomas Westermann

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