EPS-Bekämpfung abgeschlossen / Wirkung zeigt sich erst nach zwei Wochen

Mit „Foray Es“ gegen Raupenplage

Hubschrauber beim Abflug
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Mit dem Hubschrauber wurden vom Pollitzer Sportplatz aus rund 150 Hektar Wald in der Verbandsgemeinde Seehausen mit dem Biozid „Foray Es“ besprüht.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Seehausen. Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners, kurz EPS genannt, konnte in diesem Jahr in der Verbandsgemeinde Seehausen mit etwas Verspätung erfolgen. Ging diese sonst oftmals schon Ende April oder Anfang Mai los, war dies erst Ende des vergangenen Monats möglich. Grund dafür war der lange und kalte April, sodass sich die Blätter erst relativ spät entwickeln konnten, die letztlich auf dem Speiseplan der gefräßigen Raupen stehen.

Die Bekämpfung erfolgte vom Boden aus und aus der Luft. Bei Letzterer war Björn Schünemann, seines Zeichens Sachgebietsleiter Ordnungsverwaltung, immer vor Ort. Wie in den Jahren zuvor startete der Hubschrauber vom Sportplatz in Pollitz. Zum Einsatz kam erneut „Foray Es“. Dabei handelt es sich um ein für den Menschen ungefährliches mikrobiologisches Biozid, welches zum Zwecke des Gesundheitsschutzes zur Bekämpfung schädlicher Raupen auf Flächen für die Allgemeinheit, Waldrändern und Alleen eingesetzt werden darf. Der Wirkstoff basiert auf einem Protein, das von einem Bakterium produziert wird. Durch seine selektive Wirkung soll es besonders nützlingsschonend und nicht bienengefährlich sein. Das Wirkstoffprotein wird mit der Nahrung aufgenommen und zerstört selektiv das Verdauungssystem, dadurch sterben die Zielorganismen ab.

Aus der Luft wurden laut Schünemann circa 150 Hektar in der Verbandsgemeinde Seehausen bekämpft. Vom Boden aus konnten etwa 2300 Eichen besprüht werden. Ob der Kampf gegen die Raupenlage Wirkung zeigt, vermag der Sachgebietsleiter gegenwärtig noch nicht zu sagen. „Wir müssen erst mal abwarten, wie sie fressen. In etwa zwei Wochen weiß man dann Näheres“, äußerte der Verwaltungsfachmann gegenüber der AZ.

Für die Aktion standen knapp 100 000 Euro zur Verfügung. Die Verbandsgemeinde musste einen Eigenanteil von 28 000 Euro beisteuern. Der Förderanteil lag bei 70,73 Prozent. Schon jetzt können Privatpersonen sich für die EPS-Bekämpfung im nächsten Jahr anmelden, macht Schünemann deutlich. Das entsprechende Formblatt dafür ist auf der Internetseite der Verbandsgemeinde unter www.seehausen-altmark.de zu finden.

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