Hochwasserschutz: 20-prozentiger Eigenanteil von Verbandsgemeinde schwer zu stemmen

Elbe fließt, Geld aber nicht genug

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Für die Verbesserung des kommunalen Hochwasserschutzes benötigt die Verbandsgemeinde Seehausen viel Geld. Es gibt zwar eine Förderung, aber das Aufbringen des 20-prozentigen Eigenmittelanteils macht Verwaltungschef Rüdiger Kloth zu schaffen.

Seehausen. Immer wieder wird die Verbandsgemeinde Seehausen vom Hochwasser an Aland und Elbe heimgesucht – die letzte Flut war im Juni 2013. Nur mit hohem Personal- und Materialeinsatz konnten die brenzligen Situationen unter Kontrolle gebracht werden.

Die Wasserwehr und unzählige Helfer hatten alle Hände voll zu tun.

Zur Verbesserung des kommunalen Hochwasserschutzes gewährt das Land Fördergeld, das die Verbandsgemeinde Seehausen dringend braucht. Etliche Technik und weitere Dinge werden benötigt. Die kostenintensivsten Anschaffungen sind ein Radlader mit Anbauteilen für 70 000 Euro und ein Landungsboot für 65 000 Euro. Die Höhe der Förderung beträgt bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Für Seehausens Verwaltungschef Rüdiger Kloth aber noch nicht zufriedenstellend. „Wir haben Anschaffungen für 484 500 Euro ins Auge gefasst, 387 200 Euro fließen an Förderung bei einem Eigenmittelanteil von 97 300 Euro“, sagt Kloth im AZ-Gespräch. „Eigentlich wird mehr Geld benötigt, doch wir haben schon Abstriche gemacht.“ Der Verbandsgemeindebürgermeister sieht ein Problem darin, den Eigenmittelanteil in Höhe von 20 Prozent zu stemmen. „Wir haben im Seehäuser Einzugsbereich drei Flüsse und 152 Kilometer Deiche, das entspricht 11,4 Prozent der gesamten Deichlänge in Sachsen-Anhalt.“ Er will nun ein Schreiben an das zuständige Ministerium verfassen und darum bitten, ob das Land einen Teil des 20-prozentigen Eigenanteils übernehmen kann.

Von Thomas Westermann

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