Rund 150 000 Euro fehlen 2015 im Haushalt der Verbandsgemeinde Seehausen

Einsparpotenzial nur noch in Kitas

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Betriebskosten müssen in den Kitas der Verbandsgemeinde Seehausen gesenkt werden. Betroffen davon ist auch die Geestgottberger Einrichtung mit ihren Überkapazitäten.

Seehausen. Nach dem Beschluss des neuen sachsen-anhaltinischen Finanzausgleichsgesetzes (FAG) weiß die Verbandsgemeinde Seehausen nun, mit wie viel Geld sie rechnen kann. Dennoch fehlen im Etat rund 150 000 Euro.

Einsparungen bei der Verwaltung seien nicht mehr möglich, sagte Verbandsgemeindebürgermeister Dr. Robert Reck der AZ. Spielraum bieten nur noch die Kindertagesstätten. Allerdings soll nicht mit Brachialgewalt vorgegangen werden. Ziel sei der Erhalt aller Einrichtungen.

Dennoch müsse man dort die Betriebskosten reduzieren. Potenziale möchte Dr. Reck prüfen lassen und fügt hinzu: „Für den Erhalt der Kitas müssen Abstriche gemacht werden.“ Der Verwaltungschef weiß, dass die Einsparungen zu Lasten der pädagogischen Konzepte gehen, doch müsse man das in Kauf nehmen. Dr. Reck weiß, dass es beispielsweise in den Einrichtungen Bretsch und Geestgottberg Überkapazitäten gebe. In ersterer sei die Betriebserlaubnis für 62 Kinder ausgelegt, vor Ort seien aber lediglich rund 20 Mädchen und Jungen. Die Geestgottberger Kita sei für 45 Plätze ausgelegt, betreut werden derzeit dort 22. Laut Verbandsgemeindebürgermeister müsse zusammengerückt werden. „Die Verwaltung hat ihre Hausaufgaben gemacht“, meint Dr. Reck angesichts der personellen Einsparmaßnahmen im Rathaus und am Schwibbogen, „jetzt müssen wir den nächsten Schritt gehen“.

Von Thomas Westermann

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