Aland-Bürgermeister setzt sich für den Erhalt der Dorfgemeinschaftshäuser in allen seinen Orten ein

„Eine Heimstatt für Vereine“

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Die Dorfgemeinschaftshäuser werden von Vereinen und Privatpersonen gern genutzt. Annett Nowak (r.) beispielsweise feiert heute in Krüden die Einschulung ihres Sohnes und gestaltete gestern den Raum. Heidi Reinicke schaute dabei zu.

Gemeinde Aland. Die Dorfgemeinschaftshäuser stehen wie anderenorts auch in der Gemeinde Aland auf der Kippe. „Die Kommunen sollen Nachweise erbringen, dass die Dorfgemeinschaftshäuser notwendig sind“, sagt Bürgermeister Hans Hildebrandt gegenüber der AZ.

Und da wird der 70-Jährige sauer. 

„Die Gebäude werden nicht nur für Beratungen der Kommunalpolitiker genutzt, sondern sind auch eine Heimstatt für Vereine. Als Beispiele zählt er die Bastel- und Malgruppe sowie den Chor „Alandspatzen“ auf, die regelmäßig das Dorfgemeinschaftshaus in Krüden nutzen. Hinzugesellt sich dort die Kinderbetreuung. Und die sei für den Nachwuchs ganz, ganz wichtig. Der Krüdener lässt auch nicht die Rommé-Gruppe in Wahrenberg unerwähnt, die in das dortige Dorfgemeinschaftshaus einkehrt.

„Natürlich fallen Kosten an, die von der Kommunalaufsicht aufgrund der klammen Kassen in den Gemeinden beanstandet werden. Aber unser Rat vertritt die Meinung, dass diese hinsichtlich der gesellschaftlichen Aufgabe und des Bürgerwohls gerechtfertigt sind.“ Gern genutzt werden die Immobilien auch für Familienfeiern. Beispielsweise Annett Nowak feiert am heutigen Sonnabend mit ihrer Familie, Verwandten und Freunden die Einschulung ihres Sohnes Levin im Krüdener Dorfgemeinschaftshaus. Gestern war sie dabei, Raum und Tische dem Anlass entsprechend zu gestalten. „Wir haben hier schon häufiger gefeiert und sind sehr zufrieden. Es ist alles da, was wir benötigen. Und nur rund 150 Meter weiter befindet sich der öffentliche Spielplatz, den die Mädchen und Jungen während der Feier gern zum Toben nutzen“, so die Krüdenerin.

Von Thomas Westermann

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