Seehäuser Nachwuchs äußert bei dritter Kinder- und Jugendkonferenz seine Wünsche / Verschiedene Projekte diskutiert

Eine Gleisquerung für behinderte Personen

Mit Schulsozialarbeiterin Mandy Gauditz (r.) waren Leonie, Tamina, Jason und Lara von der Seehäuser Gemeinschaftsschule gekommen und diskutierten fleißig mit.
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Mit Schulsozialarbeiterin Mandy Gauditz (r.) waren Leonie, Tamina, Jason und Lara von der Seehäuser Gemeinschaftsschule gekommen und diskutierten fleißig mit.

ws Seehausen. Jugendliche bilden eine eigenständige soziale Gruppe mit spezifischen Stärken und Kompetenzen. Aus ihren speziellen Lebenserfahrungen ergeben sich besondere Bedürfnisse und Anforderungen.

Der Stendaler Verein „Kinderstärken“ will diese aus der kindlichen Lebensweise heraus verstehen, um damit Kinder und Jugendliche zu ermutigen Projekte aufzubauen, die Spaß machen und nachhaltig wirken.

Die Kommunalpolitiker Willi Hamann (v.l.), Norbert Krebber, Dr. Walter Fiedler, Bernd Prange und Hans Hildebrandt hörten bei der Kinder- und Jugendkonferenz aufmerksam zu.

Die Aktivitäten des Vereins sind nicht nur auf Stendal und seine Umgebung beschränkt, sondern wirken auch in der Verbandsgemeinde Seehausen. Vor zwei Jahren wurde bereits unter der Federführung von „Kinderstärken“ in der Hansestadt Seehausen eine Kinder- und Jugendkonferenz abgehalten, bei der konkrete Ziele und Projekte fixiert wurden. Ein Jahr später und auch in diesem Jahr gab es Neuauflagen mit ähnlicher Zielstellung. Der Dialog zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen über die Entwicklung der Verbandsgemeinde Seehausen soll gefördert werden. Die Diskussion zielt darauf ab, Kinder und Jugendliche an politischen Entscheidungsprozessen der Stadt Seehausen und der besagten Verbandsgemeinde zu beteiligen.

Dass dies nicht immer auf offene Ohren stößt, egal ob in der Kommune oder aber auch bei der Kommunalaufsicht des Landkreises, stellte sich in der Diskussion heraus. Bei der Veranstaltung ging es sowohl um einen Rückblick auf Geschaffenes, welches mit Videosequenzen dokumentiert war, als auch um einen Ausblick auf 2018. Wunschdenken und reale Projekte kamen zur Sprache. Für das kommende Jahr sind Arbeiten an der alten und arg ramponierten Skaterbahn am Ess anvisiert. Hilfe dabei wurde von den Mitgliedern der Sportgemeinschaft Seehausen angeboten. Eher dem Wunschdenken entspricht der nun schon langjährige Vorschlag, eine Gleisquerung für behinderte Personen am Haltepunkt Seehausen zu schaffen, denn diesbezüglich gab es bereits abschlägige Bescheide von der Bahn. Aber, wie sagt man doch so schön, „steter Tropfen höhlt den Stein“.

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