„Ein Mann, der mit seinem Handeln Maßstäbe setzte“

Agaplesion-Vorstandsvorsitzender Bernd Weber (v.l.), Seehausens Bürgermeister Ewald Duffe und Dr. Albert Steinert enthüllten gestern am Diakoniekrankenhaus das Straßenschild für den Dr.-Albert-Steinert-Platz 1-3. Foto: Westermann

Seehausen. Die Wogen sind geglättet. Der lange Streit zwischen der Geschäftsführung des Agaplesion-Konzerns in Frankfurt/Main und den Seehäusern hinsichtlich der Streichung des Namenszusatzes Dr. Albert Steinert für das Diakoniekrankenhaus in der Wischestadt ist beendet.

Gestern wurde eine Fläche an der medizinischen Einrichtung als Dr.-Albert-Steinert-Platz 1 bis 3 eingeweiht. Die feierliche Enthüllung des Straßenschildes übernahmen Seehausens Bürgermeister Ewald Duffe, Bernd Weber als Vorstandsvorsitzender der Agaplesion-Aktiengesellschaft sowie Dr. Albert Steinert als Sohn des bekannten Seehäuser Arztes, der in den letzten Kriegstagen die Wischestadt vor der Zerstörung retten wollte. Gemeinsam mit dem Wahrenberger Ewald Fredrich verhandelte er in Wittenberge mit den Nazis. Beide bezahlten ihre mutige Tag mit dem Leben.

Bei der feierlichen Enthüllung des Schildes erinnerte der Bürgermeister daran, dass der Stadtrat hinsichtlich der Vergabe des Namens Dr.-Albert-Steinert-Platz einstimmig dafür votierte. Agaplesion-Vorstandsvorsitzender Weber bezeichnete Dr. Albert Steinert als einen Mann in der Hansestadt Seehausen, der mit seinem Handeln und Wirken Maßstäbe gesetzt habe. Deshalb sollte der Name in Seehausen weiter präsent bleiben. Dr. Steinerts Sohn Albert war über die Streichung des Namenszusatzes wie viele Seehäuser maßlos enttäuscht. Doch gestern sprach er anlässlich der Platzeinweihung von einem „schönen Kompromiss“. „So wird das Lebens- und Nachlebenswerk meines Vaters entsprechend gewürdigt.“

Von Thomas Westermann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare